Tipps für deine eigene Kreativ-Challenge & Gratitober 2019 Resumé (5/5)

Nov 3, 2019Artist Skills, Challenge, Life Skills, Mindset, Motivation

Der Oktober ist schon wieder vorbei und damit meine Gratitober Challenge 2019.
Du weißt nicht, um was es geht? Hier findest du Teil 1 mit allen Informationen zum Thema.

In diesem Beitrag zeige ich dir die letzten Inktober- / Gratitober-Zeichnungen sowie mein Resumé inklusive Tipps für dich zur Challenge selbst.


Dieser Post beinhaltet Werbung (allerdings unbezahlt).

Entdecke deine Angst und nutze sie!

1. Challenge: Woche 5 – Inspirierende Personen

28. Lindsey Stirling

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Violinen-Kunst und begleitende Tanz-Performance – das ist das besondere Talent von Lindsey Stirling. Erstmalig aufgefallen war sie mir, als ich das Musikvideo „Crystallize“ von ihr auf YouTube sah: Dubstep und Violinen-Klänge vereint in einer malerischen Eis-Landschaft.

Sieben Jahre später und rückblickend betrachtet hat ihr dieses Video (mehr als 2,4 Millionen Aufrufe) sowie ihr Auftritt bei America’s Got Talent zum Durchbruch verholfen. Seitdem hat sie viele weitere Stücke komponiert und aufgeführt. Ihre Videos werden immer aufwendiger produziert und erinnern mehr und mehr an Blockbuster Trailer mit genialer Musik.

Was ich ebenfalls bewundere: Neben all ihrer musikalischen Arbeit und mit dem Erfolg einhergehenden Life Konzerten schaffte sie es dennoch ein Studium abzuschließen und zu schauspielern. Chapeau für diesen Ehrgeiz und vielen Dank für deine traumhaft schönen Werke, Lindsey!

29. Masashi Kishimoto

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Ok. Wie erzähle ich von diesem Menschen ohne wie ein Sektenanhänger zu klingen? Schwierig. Denn ehrlich gesagt vergöttere ich Masashi Kishimoto – den Schöpfer der Manga- und Anime-Reihe „Naruto“.

Er war der Mangaka, der mich am allermeisten zum Zeichnen und damit zu meiner Profession inspirierte. Ich liebte seine Figuren und die inspirierenden Geschichten, die sie erzählten. Das wollte ich auch. Ich wollte, dass Kunst nicht nur schön aussieht, sondern auch Sinn macht in dem Sinne, dass sie zu positiven Taten inspiriert oder zumindest im Kontext des Mediums die Menschen erfreut.

Masashi hat es hinbekommen, dass man wahrhaftig mit den fiktiven Charakteren mitfühlt, wie ich es sonst nur selten erlebt habe. Und, ähnlich wie bei Digimon, waren in allen Episoden ständig wertvolle Botschaften verteilt, die man bei heutigen Kinder- und Jugendserien deutlich vermisst. Ich bin mir sicher, dass ich ohne diese Serie heute eine gänzlich andere Person wäre – definitiv nicht derart diszipliniert.

Vielen Dank, Masashi, dass du so ein wertvolles Meisterwerk geschaffen und mich und viele andere dazu ermutigt hast, unsere Ziele unablässig zu verfolgen.

30. Der wichtigste Mensch

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst
Neben all den Stars und Sternchen, Idolen und Freunden möchte ich einen Menschen auf keinen Fall auslassen: meine Mutter.

Natürlich ist es auf der einen Seite naheliegend, für die eigene Familie dankbar zu sein. Auf der anderen aber ganz und gar nicht. Ich hatte in meiner Kind- und Jugendzeit einige wirklich schlimme Zeiten zu durchstehen, während denen ich meistens leider nicht sagen konnte, dass meine Familie hinter mir stand. Meine Mum war oft die Einzige, die sich für mich einsetzte – dafür aber umso mehr. Sie ist die Art Mensch, die einem selbst lieber das letzte Hemd geben würde und sich vielleicht sogar ein bisschen zu sehr um andere kümmert als um sich selbst.

Meine Mutter hat mir gezeigt, was es heißt, jemanden bedingungslos zu lieben, ordentlich und diszipliniert zu sein und vor allem hat sie nie versucht, mich auf irgend eine Art und Weise zu verbiegen wie der Rest der Welt. Sie hat mir viele Dinge ermöglicht, auch wenn wir finanziell keine großen Möglichkeiten hatten und sie hat mir in meiner allerschlimmsten Zeit einen Grund gegeben zu leben als ich ihn nirgendwo sonst selbst finden konnte. Vielen Dank, Mamma, für alles, was du getan hast. Ich liebe dich.

Lieber Leser: Denke jetzt bitte einmal an deine eigene Familie – wofür kannst du da dankbar sein? Sicherlich gibt es mindestens eine Sache.

2. Ein Geschenk für dich

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst
Als letzten Post habe ich bewusst kein Porträt gezeichnet, sondern ein Handlettering. Ein Zitat sollte die Challenge noch einmal schön zusammenfassen und was wäre dafür besser geeignet als wortwörtlich „Danke“ zu sagen.

 

Und mehr noch: ich wollte etwas schaffen, dass nicht nur inspiriert, sondern verwendet werden kann. Deshalb findest du hier das obige Zitat-Bild noch einmal als Postkartenmotiv (Printable PDF), welches du ausdrucken und an deine Lieben verschicken kannst. Das soll ein kleines Dankeschön auch an dich sein, lieber Leser. Denn ein Blog ist nur so gut wie seine Leser.

 

Schließlich kommt hier noch eine kleine Zusammenfassung meiner Eindrücke und learnings während der Challenge.

3. Gute Challenge-Ziele definieren – Meine Vorbereitung

 Um generell ein gutes Fazit geben zu können, solltest du dir im Vorfeld jeder Challenge klare Ziele überlegen.

 

Definiere dir ganz konkret, was du dabei erreichen möchtest. Kurze Stichpunkte genügen. Halte alles aber am besten schriftlich fest. So kannst du während der Challenge viel besser kontrollieren, ob du auf dem richtigen Weg bist oder nicht. Schließlich bist du auch in der Lage, nach Abschluss der Challenge alles besser auszuwerten und du bist ehrlicher zu dir selbst. So habe ich mir für die Gratitober 2019 Challenge folgende Ziele gesetzt.

 

Meine Challenge-Ziele

  1. Kreative Routine: Einerseits wollte ich neben meinen alltäglichen, kreativen Aufgaben wieder in das tägliche Arbeiten an persönlichen Werken finden – Stichwort Disziplin aufbauen. Routine hat mir stets Halt gegeben und den konnte ich jetzt mehr als gebrauchen.

     

  2. Übung: Zudem hatte ich lange nicht mehr auf diese Art und Weise gezeichnet und da ich einen Zeichenkurs zum Thema Porträts gebe, war es Zeit, meine „Axt“ wieder zu schärfen. Es sollten 31 fertige Bilder entstehen – jeden Tag ein Bild.

     

  3. Hilfe: Andererseits wollte ich den Menschen etwas zurückgeben, sie inspirieren und sie auf andere tolle Menschen aufmerksam machen. Manchmal ersticken wir so in den negativen Nachrichten, dass wir das Gute nicht mehr sehen.

     

  4. Community-Building: Eine konsistente Challenge ermöglicht aus Erfahrung fast immer einen starken Zuwachs der eigenen Social-Media-Reichweite und damit der eigenen Community. Ich liebe die Diskussionen, die häufig dabei entstehen und wollte für einen regen und inspirierenden Austausch sorgen.

     

  5. Persönliches Experiment: Außerdem wollte ich aber auch einfach testen, inwieweit mich das Praktizieren von Dankbarkeit persönlich zu einem besseren Menschen macht, ob die Punkte, die ich immer und immer wieder gehört hatte (siehe Teil 1-4), wirklich stimmen.

     

  6. Gruppenzwang (positiv): Schließlich kam von außen noch die Motivation von der „Inktober-Bewegung“ hinzu. Im Sinne von „wenn so viele andere Artists sich beteiligen, muss ich das auch“ und dann auch wirklich posten.

Die Ziele sind sehr unterschiedlich in ihrer Thematik und Genauigkeit. Mindestens eines deiner Ziele sollte allerdings konkret messbar sein, damit du es besser später auswerten kannst. „Jeden Tag ein Bild zeichnen“ ist zum Beispiel sehr gut messbar.

Du kannst sehr leicht überprüfen, ob du das geschafft hast oder nicht. Dagegen ist „andere Menschen inspirieren“ vielfältig interpretierbar. Es ist nach wie vor eine gute Motivation, aber es ist schlechter zu überprüfen.

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

4. Mein Resumé & Tipps für deine eigene Challenge

Wie du gerade gelesen hast, habe ich viele Gründe für meine Challenge gesammelt. Das hat mir unheimlich viel intrinsische Motivation gegeben, wodurch ich schlussendlich die Challenge auch erfolgreich absolviert habe.

 

Konkret heißt das: Ich habe 30 neue Porträts sowie ein Handlettering-Zitat gezeichnet, je einen Beschreibungstext dazu verfasst und das Ganze in je einem Instagram-Post veröffentlicht – pünktlich jeden Tag. Zusätzlich habe ich daraus mit weiteren Zusatztexten zum Thema Dankbarkeit in der Persönlichkeitsentwicklung 5 neue Blog-Beiträge (dieser inklusive) verfasst. Somit konnte ich meine kreative Routine wieder aufbauen, habe mich im Zeichnen geübt, fertigen Content erstellt und damit Menschen geholfen.


Auch das persönliche Experiment konnte ich bestätigen: Ich schlief besser, hatte weniger negative Gedanken und fühlte mich generell viel besser, wenn ich mich mit Dankbarkeit beschäftigte. Vor allem mein Dankbarkeitstagebuch werde ich weiter verfolgen.
Aber auch mir ist sind diese Erfolge nicht einfach so zugefallen. Ich hatte auch Tage, an denen ich keine Lust hatte, krank war, an denen ich viel unterwegs war oder definitiv andere Dinge wichtiger waren. Wie, aber, habe ich das jetzt geschafft?
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Warum du mit einer Challenge scheiterst

 

Du kennst sicherlich auch einige Kreative, die die Inktober-Challenge gestartet haben, nur um wenige Tage später direkt wieder aufzugeben oder die Challenge nicht wie geplant durchziehen. Selten hört man dann wirklich gute Gründe wie „Todesfall in der Familie“ oder „Unfallverletzung“, die ein Aussetzen mehr als rechtfertigen würden. Meistens sind es eher Dinge wie „Heute hatte ich keine Motivation.“, „Heute war mir alles zu viel. Ich muss doch auf mich achten.“ oder „Ich hatte einfach keine Zeit, denn heute war XY.“ – Ausreden über Ausreden.

 

Ich möchte niemanden diskreditieren, sondern Mut machen: Ihr könnt viel mehr schaffen, als ihr denkt. Natürlich sind Pausen und das Achten auf sich selbst wichtig. Aber das kann man haben und gleichzeitig seine Ziele erreichen. Und dafür benötigt es Disziplin.

Aber was euch fehlt ist nicht Disziplin direkt, sondern ein besseres System, um diszipliniert zu sein.


Denn es stimmt einfach nicht, dass man diszipliniert ist oder eben nicht. Jeder kann diszipliniert sein. Dafür benötigst du ein System aus Motivation und Willenskraft.

 

Motivation erzeugen

 

Auf den Teil „Motivation“ bezogen, ist es also extrem wichtig, dass du dich nicht nur auf äußerliche Quellen fokussierst. Also nicht nur „Wow, der Künstler hat ja coole Inktober-Bilder gezeichnet. Das will ich auch.“, sondern welche Gründe fallen dir noch ein?

Wieso willst DU „Inktober“ umsetzen? WAS willst DU konkret erreichen und vor allem: WARUM?

Es wird unweigerlich der Punkt in deiner Challenge kommen, an dem du aufgeben willst, egal wie motiviert du am Anfang bist. Was dich dann diszipliniert hält, sind eben vor allem diese intrinsischen Motivationsgründe. Sammle davon so viele, wie du nur kannst und schreibe sie im Vorfeld auf (wie unter Punkt 3 mit meinem Beispiel beschrieben).

Am besten ist jedoch ein Mix aus innerer und äußerer Motivation.
Dadurch, dass ich wirklich jeden Tag konsistent Bilder auf meinen sozialen Kanälen gepostet habe, hat sich meine Reichweite ebenso enorm erhöht. Ich habe über 100 neue und qualitative Follower erhalten, über 10 neue Newsletter Abonnenten und insgesamt hat sich die Community stark in der Diskussion beteiligt.

Über private Nachrichten haben mir Menschen geschrieben, wie sie selbst Aktionen gestartet haben. Eine Frau hat zum Beispiel Danke-Postkarten an ihre Liebsten geschickt und ein anderer will im Dezember seine eigene Dankbarkeits-Challenge à la Adventskalender starten. Solche Geschichten haben mir damit natürlich viel zusätzliche, externe Motivation gegeben.

Aber es gibt auch noch andere Dinge, die mir geholfen haben, mit der Challenge erfolgreich zu sein.
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Willenskraft stärken

 

Ich sehe immer wieder, wie Menschen es sich unnötig schwer machen.

 

Vielleicht hast du gerade erst mit dem Zeichnen begonnen oder du zeichnest sehr selten und dann willst du direkt jeden Tag ein Bild wie Zeichner XY fertigstellen – am besten vielleicht noch mit einer Technik, die du gar nicht beherrschst. Diese überhöhten Ziele verurteilen dich zum Scheitern.
  1. Kleine, bewusste Schritte für eine große Wirkung

Lade dir also nicht zu viel auf, vergleiche dich nur mit dir selbst und passe deine Ziele daraufhin und auf deine eigenen Bedürfnisse an.

 

Du könntest zum Beispiel nur jeden zweiten Tag ein Bild fertig zeichnen (also circa 15 Bilder) oder jede Woche nur eines, dafür aber ein umfangreicheres.
Auch das Medium spielt eine Rolle: Wenn du etwas komplett Neues wie 3D lernen willst, ist es grundsätzlich wichtig, sich kleinere Ziele zu setzen. Dann lieber ein einfaches Model ohne Textur oder beim Zeichnen nur eine Skizze anstatt eines fertig kolorierten Bildes.

 

Natürlich ist das Resultat scheinbar geringer, aber eben nur scheinbar. Denn wenn du dich überforderst, wirst du die angestrebten „großartigen“ Resultate sowieso nicht erreichen. Lieber jeden Tag einen kleinen Schritt machen, als nur an einem einen großen und dann nicht wieder. Routine baut dir Momentum auf. Und nur mit Wiederholung an sich lernst du überhaupt und bleibst in der Übung.

Die riesigen Taten werden völlig überbewertet und die kleinen dafür umso mehr unterschätzt.
Dazu passend eines meiner Lieblingszitate:
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst
Ein persönliches Beispiel: Ich konnte nur deshalb jeden Tag ausgearbeitete Porträts in der Challenge zeichnen, weil ich bereits Erfahrung darin habe und eben dazu bereits einen Kurs gebe. Mir ging es dieses Mal weniger darum, etwas Neues zu lernen und mehr darum, eine Routine an sich wiederzufinden.


Die größere Herausforderung war für mich eher der zeitliche Aspekt: Es dauerte einfach seine Zeit (circa zwei bis vier Stunden pro Porträt und Text). Und diese Zeit muss man sich einfach nehmen. Denn man hat nicht „keine Zeit“, sondern einfach andere Prioritäten. Entweder du machst eine Sache zu deiner Priorität oder nicht. So habe ich abends oft eher gezeichnet anstatt mich mit Freunden zu treffen oder auf Parties zu gehen (nicht immer, aber oft). Jeder muss für sich entscheiden, was einem wichtiger ist. Am Ende haben wir aber alle die selbe Zeit: 24 Stunden täglich. Was du daraus machst, liegt bei dir.

 

Auf lange Sicht habe ich für mich aber festgestellt, dass ich nicht jeden Tag ein Bild im gleichen Kontext fertigstellen möchte. Im Rahmen der Challenge war es gut, um wieder in eine Routine zu finden. Lernen und wachsen funktioniert für mich aber anders. Wichtig ist für mich und für viele Kreative eher, dass wir jeden Tag an ETWAS arbeiten und merklich vorwärts kommen – unabhängig von der Wahrnehmung anderer. So habe ich zum Beispiel letztes Jahr nur vier Bilder an Inktober bzw. Sculptober erstellt. Das hat natürlich weniger Leute in den sozialen Medien erreicht und weniger Eindruck hinterlassen, aber ich habe für mich selbst viel mehr gelernt. Wieder einmal eine Frage der Prioritäten.

 

  1. Achte auf deine individuellen Bedürfnisse

Wenn du weißt, dass du abends am ehesten kreativ bist, warum versuchst du es dann auf Krampf morgens? Unter Zwang arbeiten funktioniert vielleicht für einige Tage, aber nicht auf Dauer. Wenn du dir gesunde Gewohnheiten aufbauen willst, dann mach es dir so leicht, wie möglich.

 

Und doch bin ich Anfangs tatsächlich selbst diesem Punkt zum Opfer gefallen.
Ich liebe meine Morgenroutine, aber neige manchmal dazu, mir Dinge hinein zu packen, die nicht dazu passen. Im Oktober habe ich zudem gerade erst mit meiner Selbstständigkeit gestartet und dann wollte ich morgens vor der eigentlichen Arbeit immer noch eher aufstehen, um die Gratitober-Porträts zu zeichnen. Und das, obwohl ich morgens nicht wirklich kreativ bin, sondern lieber lerne, Sport treibe, administrativ arbeite oder schreibe.

 

Nach einigen Tagen war ich schon sehr gefrustet, weshalb ich dann auf den Abend mit dem Zeichnen switchte. So viel besser. Ich wusste es eigentlich auch schon vorher, aber manchmal ist es schwer zu unterscheiden, wann man die Zähne zusammenbeißen muss und wann einfach eine Umstrukturierung besser ist. Dann hilft nur Experimentieren.

 

Zudem schaute ich für meine Entspannung abends meistens Filme oder Serien nebenbei, was sich wunderbar mit dem Zeichnen verbinden ließ und das Ganze noch einmal viel leichter machte. Du willst einen Film schauen? Klar, aber eben auch nur, wenn du zeichnest.

 

Das ist die Macht der Verlangenskopplung. Kopple eine Sache, die du gern machst mit einer Sache, die dir schwerer fällt.
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst
  1. Vorausplanen ist das A und O

Ausnahmen bestätigen die Regel und kein Tag ist wie der andere, weshalb du manchmal von Punkt 2 abweichen musst. Manchmal musst du dich eben doch zu Dingen zwingen. Doch dann ist es umso wichtiger, es dir so leicht wie möglich zu machen und vor allem: vorauszuplanen.

Auch wenn ich nun wusste, dass ich abends tendenziell am besten zeichnete, gab es einige Tage, wo ich es doch auf den Morgen legte.

Zum Beispiel am Fachbesuchertag der Frankfurter Buchmesse. Ich wusste im Vorfeld, dass ich sehr zeitig aufstehen musste, dann den ganzen Tag in Frankfurt auf Achse sein würde und erst spät abends und wahrscheinlich sehr müde zurück Zuhause sein würde.

Daher machte ich mir den folgenden Plan: Ich ging eher schlafen und stand am nächsten Tag lieber noch etwas eher auf (um 4 statt halb 6), um das Gratitober-Bild zu zeichnen. Auch reduzierte ich meine sonstige Morgenroutine auf ein Minimum, um mich nicht zu überfordern (zwei Minuten Liegestütze anstatt normale Sport-Routine; zwei Seiten lesen anstatt 30 Minuten etc).

So hatte ich am Ende bereits alles geschafft, noch bevor ich überhaupt auf der Messe war. Wie erwartet, fiel ich dann abends halb tot ins Bett. Gut, dass ich vorausgeplant hatte und das kannst du auch.

Plane dir für besondere Tage eventuell eine Abweichung zu deiner sonstigen Routine ein. Stehe eher auf oder später, zeichne vielleicht auch einfach mal ein Bild vor oder reduziere den Aufwand generell (einfacheres Motiv oder nur Skizze).

 

In meinem Diplom-Buch „Magie der Gewohnheit“ habe ich noch mehr über genau diese Themen geschrieben: wie du Disziplin und damit wertvolle Routinen aufbaust, die dir dein Leben als kreativer Mensch erleichtern. Die Veröffentlichung ist noch in Arbeit, aber du kannst gern hier meinen Newsletter abonnieren, um auf dem neusten Stand zu bleiben.

5. Zusammenfassung

Ich hoffe, die Tipps in dieser Reihe von Beiträgen haben dir geholfen zu sehen, wie Dankbarkeit dein kreatives Leben nachhaltig verbessern kann.

 

Das Praktizieren von Dankbarkeit hilft dir vor allem in folgenden Dingen:

  1. Gemüt: weniger negative Gedanken / Depression & besserer Umgang mit Stress und Traumata (siehe Teil 1)
  2. Beziehungen: stärkere soziale Bindungen, weniger Einsamkeit & Neid (siehe Teil 2)
  3. Charakter: stärkeres Selbstwertgefühl & moralisches Verhalten (siehe Teil 3)
  4. Gesundheit: bessere Blutwerte, besserer Schlaf & weniger psychischer und physischer Schmerz (siehe Teil 4)
  5. generell glücklicher & zufriedener
Und noch ein toller Fakt: je mehr du Dankbarkeit praktizierst, desto optimistischer und positiv wirst du als Mensch. Denn dein Hirn lernt dein Verhalten. Stichwort Neuroplastizität. Diese neurobiologischen Veränderungen sind nach einiger Zeit sogar im Gehirnscan sichtbar [4]. Dankbarkeit lässt sich also tatsächlich wie ein Muskel trainieren und du willst doch einen starken Dankbarkeitsmuskel, oder?

 

Gern kannst du nun dafür deine eigene Monats-Challenge starten und dich in Dankbarkeit üben.

 

Hier noch einmal die Tipps für deine eigene Challenge zusammengefasst:

 

  • Ziele & Motivation: Definiere dir vor beginn deiner Art-Challenge / Persönlichkeitsentwicklungs-Challenge ganz konkret, was du dabei erreichen möchtest. So kannst du viel besser kontrollieren, ob du auf dem richtigen Weg bist oder nicht. Zudem nutzt du eher deine intrinsische Motivation, die dir helfen wird, deine Challenge durchzuziehen. Schreibe dir mindestens ein gut messbares Ziel auf.

     

  • Disziplin & Willenskraft: Mache es dir so leicht wie möglich, um dich an deine Pläne zu halten – um diszipliniert zu sein. Konzentriere dich eher auf kleine, tägliche Schritte anstatt auf große Einmalaktionen. Achte auf deine individuellen Bedürfnisse und kopple gegebenenfalls deine Tätigkeiten (zum Beispiel Zeichnen und Filme schauen). Plane für besondere Tage voraus und überfordere dich nicht.

Und wenn du selbst an Inktober Challenge teilgenommen hast:

 

Herzlichen Glückwunsch! Ob du wirklich jeden Tag ein Stück fertig hast oder nicht, spielt keine Rolle. Du hast dich bemüht, dich selbst herauszufordern und zu verbessern und gleichzeitig inspirierende Arbeit geleistet. Ich sage dir: Du kannst stolz auf dich sein. Sei dankbar für dich selbst – für deine Geduld, deine Willenskraft und sogar deine schwächeren Teile, die dich nur menschlich machen.

Für mich selbst bin ich dankbar. Ich danke mir selbst, dass ich so diszipliniert war, dank all der inspirierenden Menschen da draußen, die ich porträtiert habe, aber vor allem: Danke, lieber Leser, dass du da warst, kommentiert und mich dabei so sehr unterstützt hast.

 

Vielleicht bist du jetzt auch inspiriert und möchtest dich im Porträt-Zeichnen üben? Dann findest du in meinem Online-KursDigitale Porträts zeichnen für Anfänger und Fortgeschrittene“ ein einfaches und klares Schritt-für-Schritt-System mit allem, was du zum Thema wissen musst. Du lernst spielerisch und erstellst danach definitiv tolle Porträts.

 

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Sag mir deine Meinung!

Ich persönlich werde diesen nächsten Monat eher für eine Persönlichkeitsentwicklungs-Challenge nutzen. Ich werde mich im November komplett vegan ernähren, da mich das Thema stark interessiert und ich selbst meine Erfahrungen machen möchte.

Wie steht es jetzt mit dir? Wofür bist du heute dankbar und was wird deine nächste Challenge? Schreib es in die Kommentare!

Bis bald!

Quellen:

[1] Kini P, Wrong J, McInnis S, Gabana N, Brown JW: „The effects of gratitude expression on neural activity“ (2016) https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26746580

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