Mein kreativer Jahresrückblick 2023

von Dez 29, 2023

Lesezeit: 23 Minuten
In diesem Beitrag zeige ich dir in einem kreativen Jahresrückblick, welche Kunstprojekte ich 2023 umgesetzt habe und welche Learnings ich daraus gezogen habe.

 

Damit kannst du dich direkt für das neue Jahr inspirieren lassen!
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Kreativer Jahresrückblick 2023

Meine Kreativ-Projekte 2023

1) 52 Weeks of Art Challenge

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Dieses Jahr wollte ich mit der »52-Weeks-of-Art-Challenge« eine neue Jahres-Challenge ausprobieren und habe mir dabei das Ziel gesetzt, jede Woche ein fertiges Kunstwerk zu erstellen. Ich wollte kontinuierlicher Portfolio-Werke bzw. ausgearbeitete Werke produzieren und verschiedene Techniken lernen.

Ironischerweise fiel mir dies deutlich schwerer als meine »365-Days-of-Art-Challenge« des Vorjahres (hier mehr dazu), bei dem ich jeden Tag mindestens 1 Skizze gezeichnet hatte. Ich konnte zwar einiges ausprobieren, aber ich merkte schnell: Es war mit meinen verschiedenen Verpflichtungen schlichtweg nicht möglich, jede Woche ein aufwendiges Artwork fertigzustellen und dabei wirklich ausreichend in den Lernprozess einzutauchen.

Ich begriff, dass ich hier den Fokus falsch gesetzt hatte. Ich wollte wieder mehr Zeit zum Skizzieren, Experimentieren und einfach auch Lernen haben, ohne den Druck, immer direkt ein phänomenales Resultat am Ende vorweisen zu müssen.

Spätestens als ich durch meine neue Lehrstelle noch viel weniger Zeit für eigene Projekte hatte, änderte ich meinen Fokus. Ziel war es wöchentlich nun nicht mehr eine fertiges Artwork, sondern wieder zumindest eine neue Skizze zu erstellen bzw. an einem größeren Artwork vorwärts zu kommen, egal ob es fertig wird oder nicht.

Und selbst das war durch meine verschiedenen Jobs immer noch einen große Herausforderung, die ich aber dennoch erfolgreich meistern konnte.

Für die Zukunft habe ich nun erst einmal genug von derartigen Jahres-Challenges. Ich bin dankbar für die Learnings, die ich dadurch machen konnte und weiß nun auch mehr in welche Richtung ich meine Kunstwerke weiterentwickeln möchte. Aber für diese Weiterentwicklung brauche ich nun weniger Druck bzw. mehr Zeit. Ich möchte nun lieber wieder, wenn überhaupt, kürzere Challenges umsetzen.

Wenn du selbst noch keine Jahres-Challenge umgesetzt hast, soll dich das jedoch nicht davon abschrecken. Insbesondere für das Schaffen von einer Kreativ-Routine und dem Lernen von gestalterischen Grundlagen kann ich dir die 365-Tages-Challenge oder die 52-Weeks-Challenge in Skizzenform nur wärmstens empfehlen. Da ich mir selbst jedoch mittlerweile eine sichere Routine aufgebaut habe und die Grundlagen beherrsche bzw. durch meine Kurse ohnehin kontinuierlich weiter ausbaue, benötige ich dies aktuell nicht mehr. Mehr zu den Vorteilen und dem erfolgreichen Aufsetzen von Zeichen-Challenges erfährst du hier.

2) YouTube Tutorials & Videos

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Wie im Jahr zuvor als Ziel definiert, wollte ich auch mit meinem YouTube-Kanal vorwärts kommen und setzte mir das Ziel, dafür jede Woche 1 neues Video zu erstellen.

Dies ging auch eine ganze Weile gut, auch wenn ich bereits in den ersten Wochen merkte, wie unglaublich hart diese Challenge war. Wenige Minuten fertiges Videomaterial benötigen einfach oft Stunden bzw. eher Tage oder sogar Wochen der Produktion – und bei YouTube-Videos im Gegensatz zu Kursen noch einmal deutlich mehr, bei denen die Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer wesentlich geringer ist und die Videos entsprechend oft aufwendiger geschnitten werden müssen. Ich hatte auch das Gefühl, dass diese Aufmerksamkeitsspanne dieses Jahr durch Social Media noch einmal kleiner geworden war.

Ähnlich wie der Art-Challenge zuvor konnte ich die Challenge spätestens beim Antritt meiner neuen (ungeplanten) Lehrstelle nicht in der ursprünglichen Form fortführen.

Dennoch gab ich nicht auf und erstellte so oft wie möglich weiter Videos und ergänzte die langen Formate mit kürzeren Videos. Insgesamt habe ich 26 Langformat-Videos sowie 35 Reels produziert und oft mit Live-Premiere veröffentlicht – am Ende also sogar mehr als geplant.

Darunter waren viele 2D-Zeichen- und 3D-Modeling-Tutorials sowie einige Videos zum Thema A.I. Art, mit dem ich mich das ganze Jahr auseinandersetzte.

Beispiele für Videos:

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Egal ob via Blog, YouTube, Podcasts, Social Media Posts oder Interviews z.B. im PAGE Magazin – ich wollte unbedingt auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen, welches alle Künstler betrifft und in Zukunft nur noch stärker beeinflussen wird. Anfangs noch euphorisch bin ich A.I. seit diesem Jahr seitdem ich die Hintergründe genau recherchiert habe, eher negativ eingestellt. Warum das so ist und wieso auch du aktuelle K.I. Generatoren auf keinen Fall nutzen solltest, erfährst du in diesem Beitrag.

Auch diese Video-Challenge hat mich jedenfalls sehr gefordert und mir viele wichtige Learnings gebracht. Ich weiß nun, dass eine wöchentliche Veröffentlichung zumindest mit meinen aktuellen Jobs und Prioritäten für meine hochwertigen Videos nicht möglich ist. Ich werde in Zukunft wieder eher eine zwei- bis vierwöchentliche Veröffentlichung anstreben und weiß nun auch besser, welcher Content für meine Zuschauer und mich besser funktioniert. So etwas kann man durch eine gewisse Menge bestimmen.

Wenn auch du einen YouTube-Kanal aufbauen willst, kann ich es nur immer wieder sagen: Geh hier zunächst auf Masse. Die ersten Videos werden qualitativ nicht gut und bis du den Dreh raus hast und weißt, was wie funktioniert, brauchst du ca. 100 Videos und dann kontinuierliche Veröffentlichungen. YouTube ist kein Sprint und definitiv keine Option zum Schnell-reich-werden. Es ist ein Marathon, der nie aufhört. Wenn du aber Lust darauf hast bzw. denkst, dass es für deine Business-Strategie funktioniert, dann gehe nicht halbherzig heran, sondern plane dir die Arbeit daran entsprechend bewusst in deinen Alltag ein.

Außerdem habe ich ein neues Format ins Auge gefasst. Doch dazu später mehr (siehe letzter Punkt). Schau dir auf jeden Fall gern schon jetzt meine YouTube-Videos an und abonniere den Kanal, um zukünftige Videos für digitale Künstler nicht zu verpassen. Hier werde ich definitiv dran bleiben :).

3) Zweiter S-Art Geburtstag

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

In der ersten Jahreshälfte floss meine Hauptarbeitszeit in meine S-Art School. Diese feierte inzwischen ihren 2. Geburtstag, für den ich eine Masse an Neuerungen aufbereitete.

Unter anderem bin ich neben regulären Updates hinter den Kulissen innerhalb des ersten Quartals mit meiner Online-Schule für digitale Kreative auf eine ganz neue Plattform mit ganz neuen Möglichkeiten für mich und meine Studierende gewechselt. So gab es zum S-Art School Geburtstag im März …

  • eine komplett neue Website mit frisch aufgesetzten Kursen,
  • eine neue News-Seite mit einen Log zu den neuesten Updates,
  • neue FAQ-Beiträge und Kurs-Übersichts-Seiten,
  • die neue S-Art Challenge und mehr.

Und als besonderes Special habe ich auch meinen kostenlosen Kurs »Zeichner-Kit« komplett neu erstellt, mit dem du alle Voraussetzungen zum traditionellen und digitalen Zeichnen lernen leicht verständlich vermittelt bekommst.

Neu hinzu kam außerdem: Nun kannst du damit auch direkt deine ersten praktischen Schritte machen. Denn jetzt findest du darin auch mehrere Tutorials zu verschiedenen Medien bzw. Zeichenprogrammen, um dein erstes traditionelles oder digitales Kunstwerk in Form eines Schmetterlings mit meiner Anleitung zu erstellen.

Es war unglaublich aufwendig, alle Kurse und insgesamt die Schule mit dem Zahlungssystem und allem drum und dran neu aufzusetzen. Noch dazu kam, dass ich Mitte des Jahres alles noch einmal umstellen musste, da unser lieber Staat neue Selbständige verachtende Gesetze erlassen musste, die mein Business direkt betrafen. Kurzfristig hatte ich dadurch überhaupt keine Lust mehr, daran weiter zu arbeiten. Noch dazu baute mein Steuerberater wieder Mist, mein Hoster verpatzte das korrekte Speichern einiger meiner Videos und ich wurde krank etc. Manchmal kommt einfach zu viel Mist auf einmal. Aber auch da habe ich mich schließlich durchgebissen und bin im Endeffekt froh, dass ich all das auf mich genommen habe. Die neue Plattform funktioniert deutlich besser und bietet den Studierenden und mir so viel mehr und bessere Möglichkeiten. Seitdem gibt es zudem einen Premium-Bereich in meiner S-Art Community sowie eine Coaching-Seite für individuelles Feedback.

Außerdem konnte ich nun meine lang ersehnte E-Mail-Serie auf die Beine stellen, sodass du bei Anmeldung zum Zeichner-Kit nun optional auch innerhalb jener E-Mail-Serie noch mehr Lernhilfen und kostenlose Boni erhältst, die deine Lernerfahrung massiv bereichern. Sichere dir hier dein Zeichner-Kit!

Es bleibt spannend, wie sich die Schule weiter entwickelt und ob bzw. wie mich der Staat weiter dabei behindert. Im Business gibt es einfach immer ein Auf und Ab. Aber du kannst dir sicher sein: Auf die ein oder andere Weise wird es bei mir auf unbestimmte Zeit mit meinen Kursen weitergehen. Die neuesten Updates dazu findest du jedenfalls nun immer hier bzw. in meinem wöchentlichen Newsletter ;)

4.) S-Art School Kurs Updates

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Natürlich war März aber nicht Schluss mit S-Art School Updates, sondern es ging das ganze Jahr, oft wöchentlich oder zwei-wöchentlich mit Updates zu verschiedenen Kursen und exklusiven Inhalten weiter.

Hier einige Beispiele:

  • TV-Archiv — Diese für Mitglieder exklusive Mediathek hat mehrfach neue Zeitraffer-Videos und Kategorien erhalten, sodass du darin nun mittlerweile +27 Stunden Material findest.
  • Zeichnen lernen mit der S-Methode | Teil 1: Strichführung — Hier findest du nun ein neues Tutorial, um deine in den Lektionen zuvor erworbenen Fähigkeiten anhand von OP-Art-Tier-Porträts anzuwenden.
  • Procreate Masterclass | Digital zeichnen lernen auf dem iPad — In einer neuen Lektion kannst du nun lernen, eigene, animierte Sticker für Social Media und insbesondere für Instagram Stories zu erstellen.
  • Zeichner-Kit — Hierfür habe ich weitere Tutorials und Reviews zu anderen Zeichenprogrammen erstellt, sodass Anfänger eine noch größere Auswahl beim Start in die digitale Zeichenwelt haben. Bisher habe ich die Tutorials auch für Adobe Photoshop, Photoshop auf dem iPad und Fresko erweitert. Weitere werden folgen.
  • Formatierungen — Mitte des Jahres gab es ein neues Update seitens meines Hosters, sodass ich damit beginnen konnte, meine Kurse neu zu formatieren (visuell & funktionstechnisch besser zu gestalten). Diese Formatierung wird noch eine Weile andauern, aber bereits jetzt ist das Kurserlebnis ein deutlich besseres.

Auch hier hat mir das Leben gezeigt: Mach nicht zu viel auf einmal bzw. zu viel in zu kurzer Zeit. Ich werde in Zukunft auch hier eher auf zwei- bis vierwöchentliche Updates umsteigen. Lieber weniger Updates, dafür aber in höhere Qualität bei guter Gesundheit. Insgesamt bin ich mit meinem Output aber mehr als zufrieden.

5.) Kurs: Zeichnen lernen mit der S-Methode | Teil 2: Sehen lernen

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Trotz dessen, dass ich dieses Jahr nicht jeden Tag eine Skizze zum Ziel hatte, habe ich allein durch meinen Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode – Teil 2: Sehen lernen« eine ähnlich große Masse an Skizzen und Kunstwerken erstellt. In der obigen Collage siehst du davon lediglich einen kleinen Bruchteil.

Dieser Kurs wurde in der zweiten Jahreshälfte auch zu meinem Hauptfokus innerhalb meiner Schularbeit. Darin lernst du alle notwendigen Grundlagen, um proportional korrekte Skizzen abzuzeichnen und frei aus dem Kopf zu designen.

Leider bin ich nicht ganz fertig geworden, aber es fehlen nur noch wenige Lektionen, sodass der Kurs voraussichtlich bis Ende Januar 2024 komplett sein sollte.

Hier hatte ich ein persönlich wichtiges Learning: Es geht nicht darum, Arbeiten auf Teufel komm heraus zu bestimmten Zeiten fertigzustellen (sofern keine Deadline von anderen vorgegeben ist), wenn dann die Qualität darunter leidet. Oder hier ganz konkret: Ja, ich hätte es schöner gefunden, sagen zu können, dass ich den Kurs pünktlich Ende 2023 fertiggestellt habe, aber wenige Wochen danach stört es auch niemanden außer mein eigenes Ego. Im Gegenteil: So musste ich nun während der Feiertage nicht Überstunden schieben und kann ganz in Ruhe und damit mit deutlich besserer Qualität den Kurs fertigstellen. Das hilft im Endeffekt allen.

Manchmal sind Probleme gar nicht so groß oder anders als wir denken. Öfter als gedacht müssen wir eher an unserer inneren Welt, an der Quelle, anstatt in der Außenwelt arbeiten. Besonders als Selbstständige haben wir oft so viele Baustellen, dass manchmal die Lösung nicht in »Mehrarbeit« liegt, sondern in einem Rücktritt und Reflexion bzw. Übersicht zur Arbeit.

Alles in allem bin ich.aber sehr glücklich mit der Kursarbeit. Ich kann mit Stolz behaupten: Das ist bereits jetzt der beste Kurs, den es gibt, um das zeichnerische Sehen bzw. proportional korrekte Skizzieren von beliebigen Motiven zu lernen und einer der bisher besten Kurse meiner S-Art School.

Ich freue mich sehr darauf, die ersten Studierendenwerke zu den neuen Lektionen zu sehen. Vergiss nicht, dass du diese jederzeit über die Discord Community, via Tag @sandra.suesser auf Instagram oder einfach per Mail einreichen kannst. 🙂

6.) Kurs: Blender 3D Memory

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Ebenfalls nach wie vor Work in Progress, habe ich den Kurs »Blender 3D Memory: 3D Modeling für Anfänger und 2D Artists« das gesamte Jahr hinweg mit massiven Updates über versehen.

Neben einem komplett neuen Abschnitt zum Thema Modifier & Curve Modeling Grundlagen habe ich einige neue und exklusive Tutorials für das Modeling Archiv erstellt. So kannst du nun mit meiner Einleitung unter anderem folgendes in 3D nachbauen:

  • 3D Osterkorb Tutorial
  • 3D Pralinen-Schachtel Tutorial
  • 3D Gameboy Tutorial
  • Wohnzimmer mit vielen verschiedenen Modellen (z.B. Möbel, Konsolen, Schachbrett & Figuren, Zaun, Pflanzen, Laterne, Lichterkette, Girlande & mehr)

Nächstes Jahr möchte ich diesen Kurs nach »Zeichnen lernen 2« ebenfalls fertigstellen und weitere Abschnitte und Tutorials veröffentlichen.

Wozu hättest du gern ein 3D-Tutorial? Schreib es mir in die Kommentare! 🙂

7.) Spielkarten-Kunst

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Gefühlt war 2023 ein kreatives »Zwischenjahr« für mich. Ich habe massiv viel geschafft, dennoch ist vieles noch in einem unfertigen Stadium, da meine Projekte oft einfach zu groß und zu vielfältig sind, um sie in einem Jahr fertigzustellen.

So auch mein Spielkarten-Projekt, welches Knochen und florale Motive zeigt. Immerhin habe ich zumindest die Kartenmotive an sich zeichnerisch dieses Jahr fertigstellt und immer einmal wieder in meinen Instagram Stories gezeigt. Dort siehst du im Übrigen immer meine neuesten kreativen Updates. Also lass gern gleich einmal einen Follow da ;).

Jedoch kam mir relativ am Ende der Zeichnungen eine Idee, noch mehr aus dem Projekt zu machen als nur ein reines Spielkarten-Set, weshalb ich die Veröffentlichung dazu noch einmal verschoben habe.

Mehr dazu möchte ich jedoch erst später verraten, da ich bisher nur das grobe Konzept geschafft habe und ich ansonsten erst einmal an allen anderen hier genannten Projekten, allen voran meinen Kursen, gearbeitet habe. Nächstes Jahr wird es auch hiermit weitergehen ;).

Wenn du weitere Updates und den Launch zum Spielkarten-Projekt nicht verpassen möchtest, abonniere am besten meinen Newsletter.

Das Anmeldeformular dazu findest du hier auf meiner Portfolio-Website, die ich dieses Jahr ebenfalls neu aufgesetzt habe. Allerdings bin ich mittlerweile damit schon nicht mehr ganz zufrieden, weshalb ich vermutlich nächstes Jahr noch einmal daran arbeiten werde.

8.) Random & Fan Art

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Aus Erfahrung weiß ich, dass es besser ist in klar definierten Projekten zu arbeiten, um Erfolg als professioneller Künstler zu haben und das hat bei mir bisher auch wunderbar funktioniert.

Was oft nicht funktioniert, aber leider viele praktizieren: Mal hier und da ein Fan Art zu zeichnen oder sogenannte »Random Artworks« – zusammenhangslose Kunst, die einem gerade spontan einfällt, sporadisch zu zeichnen.

Wer beruflich Künstler ist, muss seine Kunst auch entsprechend professionell betreiben. Es reicht nicht zu zeichnen, zu modellieren (oder andere beliebige andere Art und Weise des Kunst Schaffens einfügen), wenn dir gerade einmal der Sinn danach steht und ansonsten auf Inspiration zu warten. Nein. Professionelle Künstler arbeiten i.d.R. jeden Tag, auch dann, wenn sie gerade nicht inspiriert sind. Sie bleiben kontinuierlich dran, planen und reflektieren ihre Arbeit. Das unterscheidet den Amateur vom Profi.

Die Ironie ist nun: Damit ein Profi Profi bleibt, kann und sollte er gleichzeitig nicht die gesamte Zeit nur zielstrebig arbeiten. Er sollte sich auch Hin und wieder dem Hingeben, was sein Herz begehrt, auch wenn es gerade nicht zielführend für die eigene Karriere ist. Sprich: Fan Arts und Random Artworks erstellen, ohne Projektzusammenhang. Das ist das, was die Künstlerseele gesund hält.

Auch wenn ich einige davon (siehe oben) dieses Jahr erstellt habe – von Naruto, Attack on Titan, One Piece und einige random Porträts – kam dieser Aspekt definitiv zu kurz bei mir.

Nächstes Jahr möchte ich wieder mehr Kunst einfach nur zum Spaß erstellen und mir mehr Fan Art erlauben.

9.) Neue Lehrstelle: Motion Design / 2D & 3D Animation

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Auch wenn ich viele Projekte oft akribisch vorausplane, passieren auch in meinem Leben unerwartete Dinge, die mich dazu zwingen, umzuplanen.

Wie du vielleicht weißt, bin ich seit 2020 als Dozentin und Bachelor-Prüferin an der Hochschule für Kommunikation und Gestaltung in Stuttgart für das Modul »Digital Art« tätig. Diese Lehrstelle hat mir bisher enorm viel Freude bereitet, ich konnte bereits eine Vielzahl von Studierenden erfolgreich und mit Freude zum Abschluss führen und die Stelle hat mir vor allem den sozial notwendigen Ausgleich geboten, den ich zu meiner eher zurückgezogenen Homeoffice Arbeit benötigt habe.

Nun kam jedoch die Hiobsbotschaft: 2025 wird die Schule leider geschlossen. Toll. Nicht.

Natürlich ist noch etwas Zeit bis dahin, aber da ich jemand bin, der die Dinge lieber kontrolliert anstatt sie wahllos auf sich zukommen zu lassen und ich wusste, dass ich unbedingt weiter in Präsenz Kunst lehren wollte, habe ich direkt im Anschluss zu dieser Nachricht begonnen, mich nach anderen Stellen umzuschauen oder zumindest schon einmal mögliche Alternativen zu identifizieren.

Womit ich nicht gerechnet hatte: Dass ich bereits in so kurzer Zeit ein passendes Angebot und noch dazu ein so starkes erhalte: Mir wurde eine Stelle als Lehrkraft für das Profilfach »Motion Design« am Berufskolleg der AFK Stuttgart direkt gegenüber der Hochschule angeboten, bei dem ich den Lehrplan komplett von 0 an erstellen konnte.

Dieses Angebot konnte ich mir nicht entgehen lassen, weshalb ich auch nahezu direkt zugesagt habe.

Der Minuspunkt: Start der Lehrstelle war bereits im September, nicht erst 2025. Das heißt: Zwei Lehrstellen zur selben Zeit, bis die eine erst 2025 ausläuft, damit Doppelbelastung und deutlich weniger Zeit für meine anderen Arbeiten, da ich gerade auch den Lehrplan erst einmal erstellen musste und die Unterrichts-Vor- und Nachbereitung deutlich intensiver ist.

Noch dazu kam, dass viele unerwartete bürokratische Aufgaben und Konferenzen durch die neue Stelle auf mich zu kamen, die noch mehr Zeit fraßen. Zudem muss ich ehrlicherweise sagen, dass mir das Unterrichten an der Hochschule aktuell noch deutlich mehr Freude bereitet. Studierende sind einfach anders im Umgang als junge Schüler.

So war ich jedenfalls jetzt im letzten Quartal kurz vom Ausbrennen, da einfach zu viel auf einmal in viel zu wenig Zeit anstand. Doch mittlerweile habe ich es schon deutlich besser im Griff.

Ob die Stelle langfristig jedoch das Richtige ist, wird sich erst noch zeigen. Mein Vertrag läuft zunächst noch für das gesamte Schuljahr bis Juli/August. So lange werde ich es noch testen und mein Bestes geben. An vieles Neue muss man sich immerhin erst gewöhnen und auch wenn ich erst einmal nur die Basics behandle, lerne ich selbst natürlich beim Unterrichten auch immer viel dazu und kann mich gerade hier im Bereich Animation weiter fortbilden. Ich bleibe also in jedem Fall aufgeschlossen, entscheide aber erst im Laufe des nächsten Jahres, wie bzw. ob es mit der Stelle weiter geht.

Erste Arbeiten, die ich als Projekt-Beispiele für meine Schüler erstellt habe, sind einfache, traditionelle Zeichentrick-Animationen, Stop-Motion Bouncing Balls, digitale Zeichentrick-Animationen und ein rotoskopiertes Reel.

10.) Heißfolien-Experimente & Black Week Artwork

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Wie ich in meiner Video-Reihe »So schützt du dich als Digital Art vor KI-Kunst« bereits angesprochen hatte, wollte ich dieses Jahr auch unbedingt beginnen, meine digitale Kunst in Druckform individueller zu gestalten.

Eine erste Sache, die ich dafür ausprobiert habe und mit der ich tatsächlich aber auch schon viele Jahre zuvor geliebäugelt hatte, war die Veredelung meiner Drucke und Zeichnungen mit Hilfe von Heißfolien.

So habe ich mir extra einen neuen Drucker, ein Laminiergerät und besagte Heißfolien zugelegt und etliche Experimente durchgeführt, bis ich überzeugende Resultate erzielte.

Neben zufällig ausgewählten eigenen Line Arts habe ich für meinen S-Art Black Week Sale extra ein neues Line Art erstellt, welches ich mit dieser neuen Methode im Anschluss veredelt habe: ein Drachen-Design für das kommende Jahr des Drachen nach dem chinesisch-japanischen Kalender.

Fazit: Es ist definitiv noch Luft nach oben für mich bei der Anwendung der Technik, aber ich liebe es bereits jetzt und habe auch bereits viele Ideen für zukünftige Werke. Aber zugegeben, das war zu erwarten. Denn ich habe schon immer alles gesammelt und geliebt, was glitzert und wohlgemerkt nicht abblättert. (Es gibt nichts Schlimmeres als Glitzer, der sich überall verteilt. Es ist eine Hass-Liebe).

Hier wurde mir zudem auch klar: Ich muss unbedingt wieder auf Art Conventions und dann mitunter genau mit solchen Artworks. Conventions waren leider eine weitere Sache, für die ich dieses Jahr überhaupt keine Zeit hatte. Doch sei unbesorgt: Nächstes Jahr wirst du mich wieder auf verschiedenen Cons persönlich treffen können! Die genauen Termine und Orte werde ich noch bekannt geben. Wie immer gilt: Melde dich am besten für meinen Newsletter an, um keine Updates zu verpassen! 😉

11.) Handwerk & Plotter-Experimente

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Generell habe ich dieses Jahr einen erstaunlich großen Gefallen an handwerklicher Kreativ-Arbeit gefunden.

Bereits im April habe ich erste Kunstwerke mit den neuen Akrylstiften von Edding erstellt wie diese bemalten Holz-Untersetzer oder auch die japanisch designten Leinwände für meinem Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode Teil 2«. (Hier findest du auch einen Video-Review zu den Akrylstiften).

Nachdem ich jedoch meine ersten Heißfolien-Experimente hinter mir hatte (siehe Punkt zuvor), mehr als begeistert war, und auf Instagram immer wieder tolle Plotter-Werke zu sehen bekam, hatte ich Blut geleckt und wollte noch mehr mit meiner digitalen Kunst machen.

Gesagt, getan. Zu Black Friday habe ich mir schließlich den Cricut Maker 3 * zugelegt – einen Plotter, also eine Schneidemaschine, die jedoch extrem vielseitig einsetzbar ist und neben dem exakten Schneiden von unzähligen Materialien noch viele weitere Dinge tun kann – Gravieren, Prägen, Falzen, Zeichnen und mehr.

Obwohl ich die Maschine erst vor kurzem erhalten habe, habe ich jedoch bereits vieles damit umgesetzt und ausprobiert:

  • holografische Sticker von meinem eigenen Logo,
  • ein mehrschichtiges Papercut-Artwork zum Thema »Tiefsee« als Geschenk für mein Wichtelkind innerhalb meiner Community-Aktion »Kreativ Wichteln«,
  • verschiedene Weihnachtskarten mit und ohne Heißfolien-Prägung,
  • mehrere gravierte Schlüsselanhänger,
  • eine beschriftete Rätselkarte,
  • ein Bud Spencer Badetuch als Geschenk für meinen Bruder (das Motiv habe ich zuerst mit dem Cricut Maker geplottet und dann mit der Easy Press * von Cricut übertragen),
  • und ein Schild für das Weihnachtsgeschenk für meine Mum

Das hat mir alles unglaublich viel Freude bereitet, sodass ich nächstes Jahr unbedingt noch mehr davon machen möchte, was sich auch sehr gut anbietet, da ich ohnehin neue Convention Produkte und anderen Content passend dazu erstellen möchte.

Ich  kann es nur immer wieder sagen: Das Lernen von neuen Fähigkeiten und das Ausprobieren von neuen Techniken allein kann deine Kreativität unglaublich stark neu entfachen. Ich war zwar in keinem richtigen KreaTief, aber durch die fokussierte Kurs-Arbeit und ansonsten wenig Zeit durch die Lehrstellen war das eine willkommene Abwechslung, die mich sicher ebenfalls unterstützt hat, das Jahr genau so produktiv wie zuvor abzuschließen.

12.) Kreative Geschenke & der Start von etwas ganz Besonderem

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Ähnlich wie die handwerklichen Experimente zuvor, hat mich noch eine Sache extrem bei meiner Kreativität und Produktivität Ende diesen Jahres unterstützt: das Erstellen von Geschenken.

Seit meiner Kindheit liebe ich es, anderen, auch Fremden, mit selbst gemachten Geschenken eine Freude zu bereiten. Ich erinnere mich, wie ich bereits im Kindergarten und Grundschulalter durch meinen Heimatort geradelt bin und entweder eigenes Spielzeug oder selbstgemachte Kunstwerke mehr schlecht als recht verpackt in die Briefkästen der Bewohner verteilt habe. Einmal kam ein Dorfbewohner vorbei und hat sich umfangreich dafür bedankt (in einem verschenkten Buch stand wohl noch mein Name), was ich deutlich rührender fand als meine Mutter, die bis dato von alledem keinen Ahnung hatte und verständlicherweise wollte, dass ich meine Sachen bei mir behielt. Ich habe es dann nicht mehr ganz so stark weiter betrieben und irgendwann von meinem Taschengeld die kleinen Geschenke selbst finanziert.

Und heute gestalte ich immer noch sehr gern eigene Geschenke, nur (hoffentlich) in deutlich besserer Qualität :D.

Bereits im letzten Jahr hatte ich jedenfalls dazu passend eine Idee für eine Projektreihe, für die ich jedoch keine Zeit mehr hatte, sie umzusetzen. Das sollte sich dieses Jahr ändern. Der 3D-Druck von »Diabolos«, einem Monster von Final Fantasy, welchen ich an eine Pendellampe angebracht und meinem Bruder zusammen mit einem passend gravierten Anhänger und einer Rätselkarte zu Weihnachten (und runden Geburtstag gleichzeitig) geschenkt habe, soll dabei das erste Projekt der Reihe darstellen. Dazu werde ich nächstes Jahr voraussichtlich noch ein umfangreiches Making Of Video für YouTube produzieren und die Hintergründe genauer erklären.

Und genau das wäre auch meine Traum: Weitere derartige »Geschenk-Projekte« umsetzen, allerdings nicht nur für meine Familie & Bekannte (auch meine anderen Familienmitglieder haben dieses Jahr alle selbstgemachte Geschenke erhalten), sondern auch für andere Zwecke & Organisationen, die ich als unterstützenswert erachte und mit Hilfe von Videos und Kurs-Updates diese Projekte refinanzieren.

Daher würde ich diese Projektreihe gern unter anderem zu einem neuen YouTube-Format für meinen Kanal machen. Denn mittlerweile sind meine Kreativ-Geschenke nicht mehr so günstig wie mein Spielzeug und die lapprigen Zeichnungen von damals. Allein dieses Projekt hat jetzt ca. 200€ gekostet, was ich aus eigener Tasche finanziert habe. Aber das war es mir wert: Einen gemeinsamen Kindheitstraum von meinem Bruder und mir zu verwirklichen :).

Und auch die nächsten Ideen für die Projektreihe habe ich bereits im Kopf. Jetzt brauche ich nur noch wieder Zeit und Geld sie umzusetzen. Darauf freue ich mich besonders im nächsten Jahr.

Kreativer Jahresrückblick 2023

Zusammenfassung — Art Collage 2023

3D Modellieren lernen – Schachset Beispiel Sandra Süsser

2023 war wieder ein produktives und vor allem vielseitiges Jahr – traditionell und digital habe ich mich in den unterschiedlichsten Medien von 3D Modeling, 2D digital Painting in unterschiedlichen Stilen bis hin zu traditionellen Malen und Plotten ausgetobt.

Gleichzeitig haben mich die Challenges enorm gefordert, ich habe viele neue Techniken (wie das Heißfolienprägen) gelernt und weiß dadurch nun, wohin und wie ich mich weiterentwickeln möchte.

Wie sieht es mit dir aus? Wie war dein 2023 und bist du bereit für 2024? Schreibe es in die Kommentare :).

Ansonsten gilt wie immer: Bleib kreativ und bis bald!

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Über die Autorin

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