Zeichnen verbessern – Challenge Review: 1000 Character Portraits Projekt

Nov 17, 2019Artist Skills, Challenge, Zeichentipps

Möchtest du dich im Zeichnen verbessern oder generell Zeichnen lernen?


Vielleicht interessierst du dich auch speziell für Portrait Zeichnen lernen oder Digital Art, aber dir fällt es schwer, deine Prokrastination zu überwinden? Dann könnte eine Art Challenge mit 1000 Bildern genau das Richtige für dich sein.


In diesem Beitrag zeige ich dir an einem eigenen Beispiel, warum solche Challenges so effektiv sind und was ich aus meiner eigenen gelernt habe. Zudem erhältst du zahlreiche Tipps, um deine eigene Zeichen-Routine aufzubauen und dich im Zeichnen zu verbessern.

1. Idee & Set-Up der Challenge

 

Denn ich hatte in der Vergangenheit selbst starke Schwierigkeiten, eine Kreativ-Routine zu entwickeln. Ich weiß daher, wie zermürbend sich das anfühlen kann. Du überforderst dich mit überhöhten Ansprüchen an dich selbst und vor allem deiner unbewussten Angst. Angst, etwas zu erschaffen und dann zu sehen, dass es nicht gut genug ist, dass »du« nicht gut genug bist. Die eigene, gefühlte Unzulänglichkeit wird zu viel.

 

Heute möchte ich dir zeigen, was mit dem Aufbau einer konkreten Routine bzw. Gewohnheit möglich ist, wenn du deine Prokrastination überwunden hast und dir damit etwas Inspiration und Motivation geben.
Entdecke deine Angst und nutze sie!

Die Inspiration zu weniger Druck

 

Die Idee zum Projekt kam mir 2017 – im Jahr meiner Krise.

Nach einem langen hin und her Überlegen, ob ich meinen Karrierepfad aufgeben sollte und nicht doch einfach Schullehrerin werden sollte, entschied ich mich dazu, meinen Weg trotzdem weiter zu gehen. Egal, was geschieht, ich wollte an meinem Sterbebett sagen können: »Ich habe alles versucht, um meine Träume zu verwirklichen«.

 

Aber ich wusste, wenn ich das Gleiche wie bisher tat, würde ich auch nur die gleichen Ergebnisse erzielen: und zwar so gut wie keine. Durch den ganzen Druck um meine Zukunft nach dem Studium hatte ich die beschriebene Angst aufgebaut und zeichnete immer seltener, bis ich es irgendwann gar nicht mehr tat. Und dabei wollte ich es so sehr. Denn es war mein Ziel, eine erfolgreiche Illustratorin und ein Art-Teacher (The Coaching Artist) zu werden und dafür musste ich mich beständig verbessern und auch ein Portfolio aufbauen.

 

Inspiriert von Beeple, Goro Fujita und anderen digitalen Künstlerhelden wollte ich auch unbedingt in die tägliche Kreativroutine finden. Denn das würde auch meine Angst und den Perfektionismus Schritt für Schritt schmälern. Es müsste dann nicht mehr alles perfekt sein, weil ich ich es mit Quantität ausgleichen würde und ich könnte viel mehr experimentieren.


Allerdings mussten es nicht gleich jeden Tag fertige Bilder sein. Das hätte mich definitiv direkt wieder überfordert. Nein, ich wollte zumindest jeden Tag an einem Werk arbeiten, so lange bis es fertig war und das ab und an mit schnelleren Skizzen-Sessions ausgleichen. Ich wollte die Gewohnheit langsam, aber nachhaltig aufbauen.
Entdecke deine Angst und nutze sie!

Mein Challenge-Thema

 

Ich setzte mir ein konkretes Thema, denn Eingrenzung macht kreativ.


Menschen und Kreaturen sollten es sein, weil sie meine liebsten Bildmotive darstellten und ich eine mögliche Spezialisierung für mich sah. Ich schloss beides zusammen und legte mich auf das Thema »Character Portraits« fest. Denn wenn ich nicht nur normale Tiere zeichnen würde, sondern eben eigene erfinde und sie folglich einen »Charakter« bekommen, könnte ich sie auch dazu zählen. Zumindest meiner Meinung nach und es war schließlich mein Projekt. Mein Projekt, meine Regeln.


Das Gesicht ist daneben grafisch der wichtigste Teil an einem Körper, weshalb ich mich auf diesen fokussieren wollte und den Zusatz »Portraits« verwendete. Und dennoch wollte ich auch auf Ganzkörperdarstellungen in Form von Gesture Studien für Illustrationen und Concept Art eingehen.


Denn, was viele nicht wissen, der Begriff »Porträt« beschreibt nicht nur reine Kopfansichten, sondern eben auch Büsten-, Halbkörper- und Ganzkörperansichten sowie im weiteren Sinne auch einfach eine Darstellung der Persönlichkeit eines Wesens.

1000 Porträts als Ziel

 

Nun musste ich dem Ganzen noch ein messbares Ziel geben. Wann weiß ich, ob ich fertig damit bin? Denn: »What gets measured, gets done«. Sollte ich mir eine zeitliche Deadline geben oder eher eine konkrete Porträtanzahl? Es gibt mittlerweile eine Masse an Künstlern, die sich jedes Jahr aufs neue die »365 Challenge« vornehmen, also 365 Bilder im Jahr zu erstellen oder auch die »Draw 100 something Challenge«. Eine klare Anzahl war für mich ebenfalls ein besserer Ausgangspunkt als eine Deadline.


Aber ich wollte noch eine Nummer größer gehen. Ich wollte nicht machen, was jeder macht, sonst bekomme ich die gleichen Ergebnisse wie der Durchschnitt. Ich wollte mehr. Mit einer größeren Anzahl wurde der Perfektionsanspruch immer geringer und auch die Experimentiermöglichkeiten größer. So beschloss ich, zehn Mal größer zu gehen und anstatt 100, gleich 1000 Porträts anzufertigen und diese auch in einem Buch zu veröffentlichen. Ambitioniert? Sicherlich. Unrealistisch. Nein. Zumindest nicht ohne Deadline. 

Warum Deadlines so wichtig sind

 

Im Nachhinein habe ich mir dann später doch noch eine Deadline gesetzt, was ich auch jedem empfehlen würde. Denn so dauerte das Ganze nämlich genau zwei Jahre – von 2017 bis 2019.

Hätte ich mich nicht dazu entschieden, das Projekt mit meinem Studium zu beenden, wäre es womöglich noch mehrere Jahre vor sich hin gedümpelt. Zudem hätte ein gewisser Grunddruck als Antrieb gefehlt. Ich wollte das Kapitel in meinem Leben einfach auch grafisch abschließen.


Am Anfang wäre mir der Druck mit der Deadline sicherlich zu viel gewesen, aber Pläne kann und sollte man eben auch immer wieder nachträglich anpassen. So integrierte ich später die Challenge auch in eine spezielle Morgenroutine, passte teilweise Studienprojekte für meine Challenge an und änderte meinen Fokus nach und nach.


 
Dieses Jahr habe ich die Challenge, wie geplant, erfolgreich abgeschlossen. Aber sieh doch einfach selbst. Und wer weiß? Vielleicht setzt du am Ende ein ähnliches Projekt um. Lass dich einfach inspirieren und gehe jetzt mit mir auf eine Reise durch die Vergangenheit.

2. 1000 Character Porträts – Rückblick & Zeichentipps

Hier findest du eine Auswahl der 1000 Porträts.

Lip Bouquet

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Zunächst nahm ich mir vor, mit jedem neuen Bild auch etwas neues zu lernen. Hier waren es Studien zu Lippen. Zudem probierte ich auch viele verschiedene Farbvarianten aus.

Studien

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Ich hatte gemerkt, dass ich zeichnerisch ziemlich eingerostet war und wollte mich durch Porträtstudien im Wechsel mit imaginativen Skizzen zunächst einmal wieder etwas lockern, bevor ich größere Werke anfertigte.


TIPP: Zeichne immer wieder zwischen deinen Studien auch Porträts aus dem Kopf, sodass du das Gelernte direkt anwendest. Am besten versuchst du eine Studie direkt noch einmal zu kopieren, sobald du sie gezeichnet hast. Dann allerdings eben ohne die Vorlagen. Dann siehst du Schwachstellen viel eher als wenn du etwas komplett anderes zeichnest.

Lara

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Eine etwas weiter ausgearbeitete Porträtskizze, an der ich einen neuen Stil ausgetestet habe: den Mixed Media Stil. Mit Bleistift vorgezeichnet und dann digital koloriert. Ein Tutorial, wie ich die Zeichnung erstellt habe, findest du auch in meinem Zeichenkurs.

Envy

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Wieder einmal wollte ich eine andere Technik und einen anderen Stil ausprobieren.

TIPP: Das Hinzufügen eines Hintergrundes bewirkt oft Wunder bei Porträts. Und dabei kann der Hintergrund noch so einfach sein, wie hier mit einem einfachen, radialen Farbverlauf. Dieser kleine Trick fügt dein Bild ohne großen Aufwand optisch zusammen.

Erster 3D Charakter

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So sah das Ganze aus, als ich das erste Mal etwas in 3D gesculpted habe. Furchtbar oder? :’D Aber auch sowas wollte ich dir einfach einmal zeigen, damit du siehst, dass auch ich ganz schäbig angefangen habe. Ich hatte einen 3D Artist Workshop an einem SAE Institut mitgemacht. Obwohl ich eigentlich immer nur bei 2D bleiben wollte, hat mich der Workshop doch dazu gebracht, dem Ganzen eine Chance zu geben.

Und das war der Beginn einer ganz wundervollen Reise. Manchmal muss man wirklich einfach einmal die eigene Komfortzone verlassen, auch wenn man glaubt, dass es »ganz sicher« nichts für einen ist. Man kann überrascht sein, welche Türen sich einem dann öffnen.

 

TIPP: Das Programm, welches ich hierfür verwendet habe, heißt Blender und ist kostenlos. Wenn du also auch mit 3D anfangen willst, dann sollte Blender deine erste Wahl sein. Es enthält alles, was du zum Arbeiten in 3D benötigst, hat eine tolle Community mit zahlreichen Tutorials, ist im Vergleich zu anderen 3D-Programmen einfach strukturiert und ja.. es ist eben kostenlos – ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Tortenkopf Mädchen

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Manchmal sollte man einfach seinen verrücktesten Ideen folgen. Eine Torte als Haarschmuck? Ich meine, why not?

Fun Fact: Ich saß in der Stadtbibliothek als ich das Porträt so vor mich hin zeichnete und eine ältere Frau kam auf mich zu. Sie fand die Zeichnung toll und fragte mich lauter Dinge. Sie war die Art Bilderbuch-Omi, die einfach immer total herzlich zu allen Menschen ist. Man konnte gar nicht anders als sich fröhlich mit ihr zu unterhalten. Im Endeffekt gab sie mir ihre Daten und ich bekam von ihr den Auftrag, sie mit ihrer Katze und ebenfalls einem Stück Torte auf dem Kopf zu malen. Als ich später die gedruckte Version bei ihr vorbeibrachte (sie wohnte im selben Ort), bekam ich von der lieben Oma ebenfalls ein Stück Torte. Manchmal gibt es wirklich seltsame Zufälle.

Metal Head

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Irgendwann kam ich auf die Idee, doch Materialstudien mit den Character-Porträts zu verbinden. Ich wollte fortan nur noch Köpfe in unterschiedlichen Materialien zeichnen. Am nächsten Tag und bei klarem Verstand verwarf ich das Ganze aber wieder. Mein Ziel war schließlich nicht das Üben von Materialien.

Avocadomon

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Eine etwas eklig-gruseligere Arbeit als Character Design und DIN A1 Poster für die Comic Con Monster-Ausstellung 2017. Es kann irgendwie keiner nachvollziehen, aber ich liebe solche Kreaturen. Fun Fact: Bei der Recherche für das Character Design habe ich auch das erste Mal eine echte Avocado gegessen und was soll ich sagen? Es ist eine Sucht geworden. Probier sie, wenn du es noch nicht getan hast. Jetzt!

Riso Cat

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Versuche immer so viel wie möglich zu verbinden. Zum Beispiel habe ich dieses Bild natürlich für die Challenge gezeichnet, aber auch für ein Uni-Projekt als Risodruck-Vorlage für einen Kalender. Man hat oft mehr Möglichkeiten, das, was man liebt, mit Pflichtaufgaben zu kombinieren.

Constrained

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Ein kunsttherapeutisches Beispiel dafür, wie etwas Schönes aus dem Schlechten entwachsen kann und auch eines meiner eigenen Lieblingsbilder.

Selbstporträt

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Irgendwann 2009 hatte ich angefangen, Selbstporträts von mir zu zeichnen, weil es einfach die perfekte Übung zum Zeichnen lernen ist. Man kann viel besser verstehen, wie ein Gesicht aufgebaut ist, wenn man es sich real anschaut, anstatt wenn man nur Fotos abzeichnet. Sich selbst hat man einfach immer »dabei«.

Seitdem habe ich fast jedes Jahr ein Selbstporträt gezeichnet. So habe ich ganz nebenbei auch wunderbar meinen zeichnerischen Fortschritt dokumentiert. Ich hoffe, dass ich diese Gewohnheit beibehalten werde. Überlege dir doch auch einmal, etwas ähnliches zu tun. 

The Fool Costume Concept

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Das war eine Übung, die ich nach einem Tutorial erstellte. Ich schuf meine ersten, richtigen Kostüm-Designs für die Tarot-Arkana-Figur »Der Narr«.

Evil Fruits

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Ein eigenes Sticker-Set war das erste, größere Nebenprojekt, welches ich in Angriff nahm. Ich wollte schon immer ein Sticker-Set erstellen und zwar richtig cartoony. Darf ich vorstellen? Appula, Pearat, Banandit und Cherryoso – die bösen Früchtchen.

Inktober

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Eine Challenge in einer Challenge. Ich schaffte es tatsächlich, während ich mich im Austauschsemester an meiner neuen Uni (Filmakademie Ludwigsburg) einlebte, im Oktober 2017 jeden Tag eine schwarz-weiße Zeichnung für eine eigene Inktober-Broschüre zu erstellen. Und natürlich durften dabei Charaktere nicht fehlen.

Conflicted

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Eines der wenigen Nebenprojekte, welches ich unbedingt innerhalb dieses Porträt-Projektes abschließen wollte. Die Skizze dieser Illustration befand sich bereits seit 2014 auf meiner Festplatte, aber als ich dann immer deprimierter wurde, arbeitete ich auch daran nicht mehr weiter. Und dabei war mir die Idee so wichtig. Ich hatte schon immer das Schaffen von Bildern als eine Art Kunsttherapie benutzt und ich spürte, dass mir dieses Bild besonders helfen konnte.

 

TIPP: Wenn du selbst etwas verarbeiten musst, ist Kunst zu schaffen der ideale Weg. Einfach drauf los zeichnen, egal wie und was. Ich überlegte mir folgende zwei Sätze als Beschreibung: »Hin und her gerissen zwischen Zukunft und Vergangenheit ist die Gegenwart dem Untergang geweiht. Der heilige Gral des Hier und Jetzt gerät außer Reichweite.«

 

 
Weiterer TIPP: Manchmal können Malphasen auch so sehr repetitiv werden, dass man allein deswegen prokrastiniert und nicht an einem Bild weiter arbeitet. Was dann hilft, ist, sich ein schönes Hörbuch auf die Ohren zu legen. Bei mir war es in diesem Fall Sherlock Holmes. Gib deinem Kopf immer etwas zu tun, damit du auch die weniger spannenden Phasen mit Freude überstehst. Die Wahrheit ist: Es wird beim Zeichnen nicht immer nur alles spannend sein. Nur diejeningen schaffen es, Profis zu werden, die auch solche Zeiten durchstehen.

Zeichnen verbessern — Kursstudien

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Und dann ging es auch schon los: Ich nahm das größte Nebenprojekt in Angriff: Ich zeichnete verschiedene Porträts, die als Ausgangsmaterial für einen ersten, eigenen Porträtzeichenkurs dienen sollten. Erst zu dieser Zeit kam ich wirklich das erste Mal in richtig regelmäßiges Zeichnen. Zuvor war es noch sehr sporadisch, jetzt begann ich wirklich fast jeden Tag ein Porträt zu zeichnen Aber jetzt hatte ich auch klarere Ziele. Das erleichterte wirklich vieles.
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Alien Porträts

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Erneut erstellte ich für die Comic Con Ausstellung in Stuttgart wieder eine beziehungsweise eigentlich mehrere verrückte Kreaturen. Mehr Alien als ekliges Monster, aber dafür war das Thema dieses Mal auch Sci-Fi. Und ich lernte eine total neue Technik. Ich schoss Fotos und übermalte sie. Hier siehst du einen Dino, eine Kaffeekanne, ein Kissen und ein.. ich habe keine Ahnung was es für ein Objekt war, um ehrlich zu sein – übermalt wohlgemerkt. Ich glaube, ich werde diese Reihe fortsetzen. Der Prozess hat mir einfach zu viel Spaß bereitet. Ein Tutorial dazu findest du ebenfalls in meinem Porträt-Zeichenkurs.

Gesture Studies

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Neben den ganzen Kopfstudien wollte ich natürlich auch, wie beschrieben, Ganzkörperdarstellungen trainieren. Deswegen nahm ich mir immer wieder Zeit, sogenannte »gesture studies« anzufertigen: schnelle 30-Sekunden-bis-2-Minuten-Skizzen, die ich von realen Aktmodellen oder Stock-Fotos studierte.

 

TIPP: Es gibt eigentlich keine bessere Übung für Illustratoren, um sich einerseits warm zu zeichnen, das eigene Zeichnen zu verbessern und anderseits ein Verständnis für den menschlichen Körper zu entwickeln. ZU Beginn wirkten meine Skizzen noch steif und starr. Zum Glück verbesserte sich dies mit der Zeit. Und keine andere Übung hat mir auch so gut geholfen, eine tägliche Zeichenpraxis aufzubauen, wie diese. Genau genommen war es sogar DIE Übung, die mich schlussendlich wieder zur Einführung einer konkreten Kreativzeit innerhalb meiner Morgenroutine gebracht hat.
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Comic Con Originale

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In Vorbereitung für eine Convention und als Test in meiner Morgenroutine erstellte ich eine Vielzahl von originalen Zeichnungen. Ich zeichnete einfach drauf los. Oft inspirierten mich die Dinge, mit denen ich gerade zu tun hatte: Detroit – Become Human, Horzion Zero Dawn, aber auch einfach wieder Aliens.

Alien Schach

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Mein wohl liebstes Nebenprojekt ist für den Illustrationsschein an meiner Uni entstanden. Dabei setzte ich einen ebenfalls lang gehegten Traum von mir in die Tat um: ich erstellte die Konzepte für ein eigenes Schachset und lernte ganz nebenbei ein Programm, das mir wieder künstlerische Energie einhauchen sollte: Zbrush.

Und wie sollte es anders sein, wählte ich eine Sci-Fi-Alien-Thematik für die Figuren. Das gesamte Projekt bereitete mir erstmals wieder richtig Freude und ich konnte das Beste aus beiden Welten – 2D und 3D verbinden. Hätte ich damals nicht diese total schäbigen 3D-Köpfe in Blender erstellt, hätte ich mich das wohl nie getraut. So führt ein Schritt zum nächsten. Die Produktion des Spieles musste ich aufgrund der vielen Projekte und wegen des Diploms allerdings auf später verschieben. Geplant ist es aber nach wie vor.

Inktober 2018

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Natürlich kam die Inktober-Challenge jedes Jahr aufs Neue und ich beschloss dieses Mal, sie ebenfalls in Zbrush umzusetzen. Ich hatte Feuer gefangen und natürlich wurden gruslige Kreaturen mein Thema.

3D Kopf

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Das letzte Puzzle-Teil meines Zeichenkurses bestand darin, dass ich einen kompletten Kopf digital modellierte – und zwar anatomisch von den Knochen über die Muskeln bis hin zu Haut und Haaren. Diesen wollte ich für bestimmte Kurslektionen zur Erklärung verwenden. Das heißt, ich stilisierte die Muskeln bewusst, aber ein Zuckerschlecken war es damit trotzdem noch lange nicht.


Ich hatte nun zwar bereits Erfahrung mit Zbrush, aber es ist so ein umfangreiches Programm, dass man wahrscheinlich nie auslernt und einen realen Menschen hatte ich damit bis dato auch noch nicht erstellt. Es sollte also eine gute Herausforderung werden.

Steinbock Concept

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Das letzte Porträt, welches ich hier vorstellen möchte. Es stellt ein Concept für eine eigene Interpretation des Sternzeichens Steinbock dar. Die Kreatur dazu habe ich ebenfalls entworfen und ich möchte in Zukunft noch weitere Sternzeichen interpretieren, komplette Illustrationen anfertigen und schließlich ein neues Projekt umsetzen: einen eigenen Sternzeichenkalender. So führte diese Challenge direkt zur nächsten.
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3. Resultate & Learnings

Ich habe die 1000-Character-Portraits-Challenge erfolgreich abgeschlossen, indem ich immer wieder meinen Kurs angepasst habe, ähnlich wie bei meiner Morgenroutine. Zu Letzterem werde ich in Zukunft noch berichten.

 

Doch was genau hat mir das Ganze gebracht und was kann es dir demzufolge auch bringen?

 

Statistiken

In der gesamten Zeit der Challenge von 2017 bis 2019 habe ich…

 

  • 1000 Porträts – Menschen & Kreaturen; Köpfe & Ganzkörper – angefertigt
  • ca. 600 Gesture Studien erstellt
  • ca. 70 aufwendigere Illustrationen angefertigt
  • 6 Challenge-in-der-Challenge-Projekte abgeschlossen
    — an 2 Inktober-Challenges teilgenommen; aus Inktober 2018 eine Broschüre angefertigt
    — eine Alien-Porträt-Reihe für eine Ausstellung erstellt
    — mein erstes Sticker-Set erstellt
    — ein komplettes Schachset-Konzept für meinen Illustrationsschein erstellt
    — meinen ersten Online-Porträt-Zeichenkurs erstellt und gelauncht
  • an 3 Game Jams teilgenommen
  • an 3 Conventions teilgenommen
  • an 3 Ausstellungen teilgenommen
  • meinen ersten Job (Werkstudent) als Game Artist bekommen
  • an zahlreichen Workshops teilgenommen
  • mein Studium in Kommunikationsdesign mit dem Diplom abgeschlossen
    — und 1 Buch geschrieben, illustriert & geschrieben
  • mich als Digital Artist & Teacher selbständig gemacht (jetzt Vollzeit als »The Coaching Artist«)

Learnings

Gelernt habe ich Einiges. Manches davon hast du bereits gelesen. Hier eine Zusammenfassung:
  • grundlegende Zeichentechniken gelernt und verbessert
  • Expertenstatus als Porträtzeichner erlangt
  • erkannt, dass ich mich dazu mehr auf Creature Art & das Lehren von Inhalten fokussieren möchte (Nischen-Findung)
  • 3D Sculpting, ZBrush & Blender gelernt
  • mein Art-Portfolio aufgebaut bzw. erweitert
  • und mehr
Vor allem aber ist es mir durch das »1000 Character Portraits« Projekt gelungen, mit der Zeit eine nachhaltige Kreativ-Routine aufzubauen und damit beruflich Fuß zu fassen. Kannst du dir einen größeren Benefit vorstellen?


Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

4. Lerne Portrait Zeichnen

Andererseits, wenn du jetzt selbst Lust bekommen hast, Porträts zeichnen zu lernen oder dich im Zeichnen zu verbessern, dann schau dir meinen Online-Kurs an!

 

In »Digitale Porträts zeichnen lernen – für Anfänger und Fortgeschrittene« erfährst du alles, was du zum Thema wissen musst, lernst Schritt für Schritt Proportionen, Gesichtsmerkmale wie Augen oder Ohren und schließlich auch komplette Porträt-Projekte. Einige Beispiele hast du hier im Beitrag bereits gesehen, für die ich im Kurs ein Tutorial eingearbeitet habe.

 

 

Wenn du einen noch größeren, exklusiven Rabatt sowie regelmäßig Tipps für deinen eigenen kreativen Weg möchtest, dann abonniere jetzt gleich meinen Newsletter.

 

Der Zugang zum Kurs selbst bleibt dir lebenslang* erhalten. Das heißt, du kannst ihn jederzeit online schauen und bist völlig frei in der Wahl deiner Lernzeit und deines Lernortes. Zudem erhältst du einen exklusiven Zugang zum Forum des Kurses, in dem du Fragen stellen und dich mit anderen Kursteilnehmern austauschen kannst. Und, und, und. Alle Vorteile findest du auf der Kursseite beschrieben.
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

5. Deine eigene Challenge

Hast du nun genügend Inspiration gesammelt?
Worauf wartest du dann noch?


Definiere dein Angst-Projekt und lies dir noch einmal Tipps zum Erstellen deiner eigenen Challenge durch, um nicht zu prokrastinieren.


Nutze meinen Porträt-Zeichenkurs gern als Starthilfe und vergiss nicht, dich auf die Warteliste für mein Buch »Magie der Gewohnheit« einzutragenein Buch für alle Kreative, die sich ein System für ganzheitlichen Erfolg, Struktur und Klarheit wünschen.


Zusätzlich erhältst du dabei ein Willkommens-Goodie mit meinem E-Book »Tschüss, Prokrastination!« sowie regelmäßig weitere Tipps für deinen eigenen, kreativen Weg.

Sag mir deine Meinung!

Wie findest du die 1000er Bilder-Challenge? Welches Porträt ist dein Favorit? Vor allem: Was wird deine Challenge? Schreib es in die Kommentare. Bis bald!

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