Wie Dankbarkeit deinen Charakter verbessert & Gratitober 2019 (3/5)

Okt 20, 2019Artist Skills, Challenge, Life Skills, Mindset, Motivation0 Kommentare

Weiter geht es mit Teil 3 zu meiner Gratitober Challenge 2019.

 

Du weißt nicht was das ist oder hast die vorherigen Einträge verpasst? Dann findest du hier Teil 1 inklusive aller wichtigen Informationen und hier Teil 2.

 

In diesem Teil zeige ich dir zwei weitere Vorteile, die das Praktizieren von Dankbarkeit mit sich bringt zum Thema Charakter und natürlich stelle ich dir wieder 7 neue, inspirierende Persönlichkeiten vor mit passenden Porträt.

 

Dieser Post beinhaltet deshalb logischerweise Werbung (allerdings unbezahlt).
Entdecke deine Angst und nutze sie!

1. Dankbarkeit ändert dein Leben – zum Positiven – Teil 3

Jede Woche stelle ich dir in dieser Serie zwei positive Aspekte vor, die durch das Praktizieren von Dankbarkeit ausgelöst werden.

 

Dies ist Teil 3 zum Thema Charakter. Hier findest du den ersten Teil zum Thema Stress und hier den zweiten Teil zum Thema Beziehungen.

 

5. Mehr Selbstwertgefühl

 

Selbstzweifel scheinen, wie bereits beschrieben, häufig mit uns Künstlern einher zu gehen (siehe Teil 1).

Wir erfahren so starke Gefühle, nehmen alles so viel intensiver wahr, dass wir uns neben generellen Ängsten auch in einem negativen Selbstbild verlieren können.

 

Generell tendieren wir on top als Menschen dazu, uns sowieso eher auf die negativen Aspekte in unserem Leben zu fokussieren [1]. Wir sehen viel mehr, was schief läuft, wo wir Fehler gemacht haben und wo unsere Schwächen liegen als umgekehrt.

 

Evolutionär gesehen war das sicherlich sinnvoll. Durch die erhöhte Wachsamkeit für mögliche Gefahren konnten wir unser Überleben sichern. Doch heute steht uns dieser Negativitätsbias (negativity bias) im Weg zu unserer inneren Zufriedenheit.

 

Glücklicherweise ist dieser Effekt eine Gewohnheit und kann wie jede andere Gewohnheit auch durch eine neue ersetzt werden.

 

Praktizieren wir nämlich regelmäßig Dankbarkeit, realisieren wir mehr und mehr, was wir für andere getan haben und umgekehrt, was andere für uns getan haben.

 

Du siehst dann, was du alles bisher erreicht hast und das macht dich sowohl selbstbewusster als auch selbstwirksamer. Du entziehst dich dem Negativitätseffekt und baust eine gesündere Gewohnheit mit dem Blick auf das Positive auf.

 

Du hältst dann in Zukunft negative Ereignisse leichter aus, schätzt mehr, was du bisher besitzt und suchst eher nach Lösungen als dich zu fragen „Warum ich?“. Als Künstler machst du dich dadurch zudem attraktiver für Auftraggeber bzw. Kunden.
Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

6. Stärkeres, moralisch korrektes Verhalten

 

Wie in Teil 2 über Beziehungen erwähnt, werden wir durch das Praktizieren von Dankbarkeit unserer Umwelt bewusster. Wir erkennen, was andere Gutes für uns getan haben und sind ihnen im Gegenzug dafür dankbar – ein Kreislauf der Dankbarkeit und positiven Gefühle entsteht. [2]

 

Diesen Kreislauf möchte ich an dieser Stelle noch um einen Aspekt ergänzen. Denn wenn du Dankbarkeit ausdrückst, fühlst du dich nicht nur besser und baust bessere Beziehungen auf, du handelst generell auch moralisch besser.

 

In einer Studie hat sich ergeben, dass diejenigen, die sich dankbar für eine nette Tat zeigten, eher bereit waren, nicht nur ihrem Wohltäter zu helfen, sondern auch völlig Fremden – sogar auch dann, wenn es sich um eine lästige Arbeit handelte. [3]

 

Aus eigenen Erfahrungen kann ich dieses Phänomen gerade bei uns Kreativen bestätigen. Gerade im Art-Bereich bieten sich aber auch unzählige Möglichkeiten.

 

Du kannst an Kollaborationen in Form von gemeinsamen Kunstprojekten teilnehmen, die Bilder anderer Künstler teilen oder einfach einen netten Kommentar in Social Media hinterlassen.

 

Getreu dem Motto: „Glück ist das Einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“ – Albert Schweitzer

 

Auch beim nächsten Mal wirst du wieder einiges über Dankbarkeit lernen. Verpasse keine zukünftigen Beiträge mehr und abonniere jetzt meinen Newsletter.

2. Challenge: Woche 3 – Inspirierende Personen

14. Emilie Wapnick

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Wusstest du schon immer, welchen Beruf du als Erwachsener ausüben würdest? Nein, weil du dir darüber als Kind noch nicht viel Gedanken gemacht hast oder weil du schon immer so viele Interessen hattest, dass du dich gar nicht für einen einzigen Beruf entscheiden konntest?

Letzteres? Dann schau dir unbedingt einmal den TED Talk „Why some of us don’t have one true calling“ von Emilie Wapnick an. Über diesen Talk bin ich auf die sogenannten „Multipotentiale“ und später Scanner-Persönlichkeiten bei Barbara Sher gestoßen, die eben nicht nur bei einer Sache aufblühen, sondern viele Dinge brauchen, um ein glückliches Leben zu leben.

Emilie hat mir mit ihrem Talk und danach mit ihrem Buch „How to be everything“* die Augen geöffnet. Spezialisierung passt uns Scannern nicht. Wir sind Generalisten und ich habe gelernt, dass das überhaupt nicht schlimm ist (im Gegenteil sogar) und dass ich mein Leben entgegen der auf Spezialisten ausgelegten Gesellschaft trotzdem so formen kann, dass es zu mir und meinen vielfältigen Interessen passt.

Zu diesem Thema werde ich auf jedem Fall noch einmal auf meinem Blog schreiben. Folge gern meinem Newsletter, um darüber informiert zu werden. Ansonsten vielen Dank an dich, Emilie, dass du mir diese wahrhaftige Offenbarung beschert hast und ich mich endlich nicht mehr ganz so fremd in dieser Welt fühle.

15. Tim Ferriss

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Und ein weiterer Scanner wie er im Buche steht: Tim ist multipler Unternehmer, Bestseller Autor, Podcaster, Speaker, Angel Investor, Blogger, nationaler Kickboxing Champion von China, erster Amerikaner in der Geschichte, der einen Guinness Weltrekord in Tango aufgestellt hat und vieles, vieles mehr.

Diese Vielseitigkeit zeigt sich in allen seiner Lebensbereiche und vor allem auch in seinen Büchern, durch die ich auf ihn aufmerksam geworden bin. Viele kennen Tim durch „The 4 Hour work week“* in der er die Arbeit für unser Internet-Zeitalter neu definiert. Ich bin jedoch durch „Tools of Titans“* auf ihn gestoßen.

Dieses massive Buch besteht aus über 700 Seiten geballten Wissens aus Interviews, die Tim mit den verschiedensten Koryphäen in den Bereichen Fitness, Geld und Weisheit geführt hat. Ein Spruch daraus von Scott Adams ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben und hat mir seit dem Hoffnung und Motivation gegeben:

„Become very good (top 25%) at two or more things to become successful. Capitalism rewards things that are both rare and valuable. You make yourself rare by combining two or more „pretty goods“ until no one else has your mix“.

Macht Sinn, oder? Aber was für eine Erleichterung das für uns Scanner ist – wir müssen uns nicht auf ein Talent festlegen. Im Gegenteil, wir können und sollten unsere Vielseitigkeit als Stärke betrachten. Neben Scott sind noch viele andere, großartige Persönlichkeiten in diesem fantastischen Buch vertreten: Arnold Schwarzenegger, Tony Robbins, Derek Sivers, Mike Shinoda etc. Vielen Dank, Tim, dass du nicht nur selbst so eine starke Inspiration mit jeder deiner Tätigkeiten versprühst, sondern dass du auch immer wieder so viel Wissen von anderen „Titans“ für uns zusammenträgst.

16. Dr. Katharina Tempel 

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Wenn du wissen willst, wie du glücklicher Leben kannst, dann schau dir am besten die Videos vom „Glücksdetektiv“ auf YouTube an – so wie sich Katharina dort nennt. Sie hat Psychologie studiert und nach ihrem Diplom auch noch eine Doktorarbeit speziell zur Steigerung des Wohlbefindens verfasst.

Ich finde Katharina unheimlich sympathisch und ihre Videos haben sicher schon das ein oder ander Leben verbessert, wenn nicht sogar gerettet. Deshalb will ich es an dieser Stelle kurz halten. Mach dir am besten selbst ein Bild von ihr. Vielen Dank, Katharina, dass du nicht nur dem Glück, sondern auch anderen wichtigen, aber negativen Dingen wie Depression und Ängsten gleichermaßen Beachtung schenkst. Vielen Dank für all deine wertvollen Inhalte und für die authentische Art, wie du sie vermittelst. 

17. Zach King

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Das, was Zach King produziert, kann man nicht anders bezeichnen: es ist reine Magie. In seinen professionell bildbearbeiteten YouTube Videos erweckt er als Künstler und Schauspieler die unglaublichsten Momente zum Leben – immer humorvoll und stets fragt man sich: wie zum Teufel hat er das bearbeitet?

Neben „normalen“ Zauberkünstlern sticht diese Art der Sinnestäuschung einmal mehr für mich hervor. Wir wissen, dass etwas nicht funktionieren kann und dass es bearbeitet ist. Aber es zu sehen ist einfach zu spektakulär, um sich nicht doch etwas zu wundern. Ich finde ja, es kann nie genug „Verzauberung“ in unserem Leben geben. Ein Hoch auf alle, die sich darum bemühen, dass kindliche Leuchten voller Erstaunen in unseren Augen zu bewahren. Vielen Dank, Zach, dass du deinen Teil dazu beiträgst und mich daran erinnerst, dass das Leben voller Wunder ist, wenn man nur genau hinschaut.

18. Jessica Truscott / Faestock

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Wie bei jeder Profession gibt es zig tausend Fotografen, aber nur sehr wenige sehr gute. Noch seltener sind jedoch sehr gute Fotografen, die auch selbst professionell vor der Linse stehen – Fotograf und Model in einem.

Jessica Truscott ist eine solche mit Awards ausgezeichnete Porträt-Fotografin. Aber auch ihre Modell-Seite ist speziell: Ich lernte sie als Stock Modell auf deviantART kennen. Als realistischer Zeichner braucht man immer gute Referenzen – insbesondere bei solchen komplexen Subjekten wie dem Menschen mit seiner Anatomie.

Bis heute nutze ich dafür immer einmal wieder Jessicas’ Fotos, die mittlerweile weltweit die verschiedensten Buch- und Alben-Cover sowie andere, künstlerische Werke zieren. Vielen Dank, Jessica, für das zur Verfügung Stellen so vieler, guter Stock-Fotos und deine eigenen, inspirierenden Kunstwerke.

19. Frank Schindel

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Lust auf eine große Portion Nostalgie aus den 90ern und frühen 2000ern? Die wenigsten von euch werden wahrscheinlich weder das Gesicht noch den Namen dieses grandiosen Künstlers kennen. Wenn du aber mit Animes aufgewachsen bist, dann wirst du fast nicht an seiner Stimme vorbei gekommen sein.

Frank Schindel hat alle denkwürdigen deutschen Soundtracks zu Digimon, Dragonball, One Piece, Beyblade, Detective Conan und vielem mehr produziert. Die Songs sind so gut geschrieben, dass man sie heute immer noch anhören kann und sie jedes Mal erneut einen Ohrwurm auslösen.

Vielen Dank, Frank, dass durch dich „Leb deinen Traum“ zu meinem Lebensmotto geworden ist und du mir zusammen mit den Animes so eine wunderschöne Kindheitserinnerung sowie Motivation für die Zukunft geschenkt hast.

20. Kathrin Fricke / Coldmirror

Zitat von Joseph Campbell zum Thema Angst

Und noch etwas mehr Nostalgie, wenn wir schon dabei sind. Sicherlich kennst du Harry Potter, aber viel wichtiger ist die Frage: Kennst du auch „Harry Potter und ein Stein“?

Nein? Dann ist dir bisher eine meisterhaft synchronisierte Fan-Komödie durch die Lappen gegangen. Zugegebenermaßen ist es ziemlich trashig gemacht, wenn man einmal darüber nachdenkt. Aber das hat mich und viele andere nicht davon abgehalten, an vielen Stellen herzhaft zu lachen und diese Stellen bis heute zu zitieren.

Ganze Gemeinschaften sind durch diese vertonte Fanfiction-Reihe entstanden. Kathrin Fricke, wie Coldmirror eigentlich heißt, war die Schöpferin dieses und vieler anderer Werke. Wie später bekannt wurde, litt sie in ihrer Jugend an starken Depressionen und ihre Werke wurden zu einer Form der Eigentherapie – wie ich finde, eine wundervolle Art, starke, negative Gefühle für sich und andere umzuleiten.

Heute ist Kathrin immer noch auf YouTube vertreten. Sie ist Radio- und Fernsehmoderatorin und veröffentlicht Blog- und Vlog-Einträge. Vielen Dank, Kathrin, dass du mir während der Schulzeit so viele Freudentränen beschert hast und bis heute damit Gemeinschaft und Comedy schaffst.

3. Mach mit!

Vielleicht möchtest du auch noch an der Gratitober Challenge teilnehmen und dich in Dankbarkeit üben?

Da ich keine offizielle Promptliste anbieten kann (jeder hat unterschiedliche Vorbilder und Meinungen), erstelle dir bitte selbst eine.

Wenn du zum Beispiel auf Instagram teilnehmen möchtest, benutze den Hashtag #gratitober2019.

Auch wenn es jetzt schon später im Oktober ist: Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit und selbst ein Bild oder eine Minute der Dankbarkeit kann dich sehr weit bringen 🙂

 

Sag mir deine Meinung!

Schreib mir in die Kommentare: Für was oder wen bist du heute am meisten dankbar? Wie praktizierst du Dankbarkeit in deinem Alltag? Spread the love! 🙂

Bis bald!

Quellen:

[1] – Ito TA, Larsen JT, Smith NK, Cacioppo JT (1998) „Negative information weighs more heavily on the brain: the negativity bias in evaluative categorizations“ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9825526

[2] – Algoe, S.B., Haidt, J., Gable, S.L. und Strachman, A. (2007) „Beyond reciprocity: Gratitude and relationships in everyday life.“ https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2692821/

[3] – Bartlett, M.Y. und DeSteno, D. (2006) „Gratitude and prosocial behavior: Helping when it costs you“ – https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16623689

[4] – Sonja Lyubomirsky: The How of Happiness, 2007

* = Affiliate Links. Damit unterstützt du meine Projekte ohne selbst mehr zu zahlen!
So kann ich noch mehr kostenlose Beiträge, die wir beide lieben erstellen. Ein Win-Win für beide Seiten 🙂

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