Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern [3/3]
Nach einem Social-Media-Detox stellt sich eine entscheidende Frage: Womit füllst du deine neu gewonnene Zeit?
Denn genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung: Wer nur etwas aus seinem Leben entfernt, aber nichts Neues aufbaut, landet oft schon nach kurzer Zeit wieder beim Scrollen.
Im vorherigen Teil dieser Blogreihe habe ich bereits erwähnt, dass aktive und kreative Hobbys einer der besten Wege sind, die gewonnene Zeit sinnvoll zu nutzen und nicht wieder in alte Gewohnheiten zurückzufallen.
Doch welche Hobbys eignen sich konkret dafür? Was macht ein gutes Hobby aus? Und reicht eigentlich ein einziges Hobby aus?
Spoiler: Es gibt nicht das eine perfekte Hobby. Viel wichtiger ist, dass deine Hobbys unterschiedliche Bereiche deines Lebens abdecken.
Genau darum geht es in diesem dritten und letzten Teil der Reihe.
Ich zeige dir, warum Hobbys weit mehr sind als bloßer Zeitvertreib, weshalb ich überzeugt bin, dass jeder Mensch vier verschiedene Hobbys haben sollte und welche Lebensbereiche sie idealerweise abdecken. Denn am Ende geht es nicht nur darum, weniger Zeit auf Social Media zu verbringen, sondern ein erfülltes Leben aufzubauen, zu dem du immer wieder gerne zurückkehrst.
Diese Blogreihe
Teil 1: Wie Social Media deine Kreativität zerstört und süchtig macht ➡️
Teil 2: Social Media Sucht überwinden: Mein 4-Schritte-System ➡️
Teil 3: Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern (Du bist hier)
Gliederung
Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern
1. Warum wir Hobbys brauchen
Was im Leben wirklich zählt
Wenn ich darüber nachdenke, welche Momente mein Leben wirklich lebenswert gemacht haben, denke ich nicht zuerst an berufliche Erfolge oder Geld.
Ich denke an die Zeit mit Menschen, die mir wichtig sind, und an die vielen Stunden, Tage und Wochen, die ich mit Dingen verbracht habe, die ich einfach um ihrer selbst willen getan habe – ohne äußeren Druck oder eine erwartete Belohnung.
Zum Beispiel denke ich an den Dezember, in dem ich nach der Schule eigentlich einfach hätte entspannen können. Stattdessen habe ich mich freiwillig jeden Tag mehrere Stunden hingesetzt und an Zeichnungen für mein Adventskalender-Projekt gearbeitet. Und trotzdem fühlte es sich keine Sekunde wie Arbeit an. Im Gegenteil: Ich habe mich jeden Tag darauf gefreut, weiterzumachen (und deutlich mehr darauf als auf die Schularbeit).
Ich denke an die unzähligen Abende, an denen ich gemeinsam mit meinen Freunden Brettspiele oder Pen-&-Paper-Rollenspiele oder mit meinem Bruder Videospiele und Kartenspiele gespielt habe und plötzlich waren sechs oder sieben Stunden vergangen, ohne dass wir es überhaupt bemerkt hatten.
Oder an den Tag, an dem ich mich gefühlt eine Ewigkeit damit beschäftigt habe, mich in den Harness meines Hanji-Cosplays aus Attack on Titan zu zwängen, nur um ihn am Abend bei einem Anime Konzert tragen zu können. Ich habe jede Minute davon genossen – selbst mein schiefes Mitsingen und die Anstrengung.
Und ich könnte diese Liste noch lange fortsetzen.
Wenn ich ehrlich bin, dann sind es genau diese Momente, an die ich mich Jahre später noch erinnere. Nicht, weil ich dafür Geld bekommen hätte (meistens habe ich sogar eher Geld dafür ausgegeben) oder besonders produktiv war, sondern weil ich sie einfach gerne gemacht habe.
Natürlich gab es auch jede Menge erfüllende Momente im Beruf. Doch die meisten Erinnerungen, die mein Leben wirklich bereichert haben, sind beim Zeichnen, auf Reisen, bei Spielabenden bzw. Treffen mit Freunden oder in anderen Hobbys entstanden.
Genau deshalb bin ich überzeugt, dass Hobbys kein Luxus sind. Sie gehören zu den notwendigen Dingen, die unser Leben überhaupt erst lebenswert machen.
Doch dieser Wert wird häufig missverstanden.
Der wahre Wert von Hobbys
Natürlich können Hobbys auch unsere Kreativität fördern, uns helfen, Freundschaften zu knüpfen, unser Selbstvertrauen stärken, Identität stiften, Stress abbauen, uns körperlich fitter machen, neue Fähigkeiten vermitteln oder sogar den Beruf bereichern. Doch ihr eigentlicher Wert liegt nicht darin, uns leistungsfähiger zu machen.
Ihr eigentlicher Wert liegt darin, dass sie uns erlauben, einfach Mensch zu sein und dieses Menschsein zu genießen.
Während Social Media unsere Aufmerksamkeit meist nur für kurze Zeit bindet und uns anschließend oft unerfüllt zurücklässt, ermöglichen Hobbys etwas völlig anderes.
Sie helfen uns, ganz in einer Tätigkeit und dem Moment aufzugehen – ohne Leistungsdruck, ohne Erwartungen und oft sogar ohne das Gefühl, dass Zeit vergeht. Psychologen nennen diesen Zustand Flow: einen Zustand vollständiger Vertiefung in eine Tätigkeit, der häufig mit Zufriedenheit, Glück und Sinn verbunden ist. Genau deshalb fühlen wir uns danach häufig entspannter und gleichzeitig zufriedener als nach mehreren Stunden passiven Konsums.
Was Hobbys dir schenken können
❤️ Wohlbefinden
- Flow & Glücksempfinden
- Stressabbau & Entspannung
- Lebenssinn
🧠 Persönliche Entwicklung
- Fähigkeiten
- Kreativität
- Selbstvertrauen
- Identität
🤝 Beziehungen
- Freundschaften
- Gemeinschaft
💪 Gesundheit
- Bewegung & Fitness
Hobbys in Zeiten von KI wichtiger denn je
Ich bin außerdem überzeugt, dass Hobbys in Zukunft sogar noch wichtiger werden. Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden unsere Arbeitswelt in den kommenden Jahren stark verändern. Vielleicht arbeiten wir eines Tages deutlich weniger als heute. Oder wir arbeiten zwar ähnlich viel wie heute, aber ganz anders und verbringen einen größeren Teil unseres Lebens außerhalb klassischer Erwerbsarbeit.
Dann wird nicht mehr nur die Frage entscheidend sein, womit wir unser Geld verdienen – sondern womit wir unser Leben füllen.
Wenn ich mir vorstelle, dass ich eines Tages finanziell komplett abgesichert wäre und nie wieder arbeiten müsste, würde ich vermutlich trotzdem fast genauso leben wie heute: zeichnen, lernen, Sport treiben, reisen, Zeit mit Freunden verbringen und neue kreative Projekte umsetzen.
Für mich ist das ein gutes Zeichen. Denn wenn du auch ohne Bezahlung freiwillig Zeit in etwas investierst, hast du wahrscheinlich etwas gefunden, das dich wirklich erfüllt.
Kurz gesagt: Ein gutes Hobby nimmt dir keine Zeit – es bereichert sie. Es schenkt dir Erinnerungen, Fähigkeiten, Gesundheit, Freundschaften, Erlebnisse und oft sogar ein Stück Lebensglück.
Genau deshalb lohnt es sich, bewusst darüber nachzudenken, womit wir unsere Freizeit verbringen. Denn am Ende unseres Lebens erinnern wir uns vermutlich nicht an die Stunden, in denen wir E-Mails beantwortet oder durch Social Media gescrollt haben.
Wir erinnern uns an die Menschen, mit denen wir gelacht haben und an die Dinge, die wir mit Begeisterung getan haben.
Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern
2. Was ist überhaupt ein Hobby?
Muss ein Hobby monetarisierbar sein?
Vor vielen Jahren habe ich ständig denselben Satz gehört: „Du kannst so gut zeichnen. Warum verkaufst du deine Bilder nicht?“
Irgendwann habe ich genau das getan. Aus meinem geliebten Hobby wurde erst ein Studium, später mein Beruf als Illustratorin. Eigentlich hätte ich jetzt erzählen müssen, wie glücklich mich diese Entscheidung gemacht hat.
Doch tatsächlich war genau das Gegenteil der Fall. Gerade während meines Studiums gehörte ich zu den unglücklichsten Versionen meiner selbst. Nicht, weil ich das Zeichnen plötzlich nicht mehr mochte, sondern weil sich etwas Grundlegendes verändert hatte.
Aus einer Tätigkeit, die ich früher nur aus Freude gemacht hatte, wurde plötzlich etwas, das funktionieren musste. Es gab Deadlines, Bewertungen, Kunden, Erwartungen und finanziellen Druck. Natürlich hatte das Zeichnen immer noch schöne Seiten. Aber es fühlte sich nicht mehr wie dasselbe Hobby an.
Schließlich wurde es sogar so schlimm, dass mir alles zu viel wurde. Ich fiel in eine tiefe Depression und zeichnete fast ein Jahr lang überhaupt nicht mehr, wie ich bereits in diesem früheren Blogartikel beschrieben habe.
Erst viele Jahre später, als sich mein Schwerpunkt stärker auf das Unterrichten verlagerte, habe ich gemerkt, wie viel Freiheit ich beim Zeichnen zurückgewonnen hatte.
Heute zeichne ich wieder viele Dinge einfach wieder, weil ich Lust darauf habe – nicht weil ich muss. Zum Beispiel viel Attack on Titan Fan Art. Sehr. Viel. Attack on Titan Fan Art.
Seitdem sehe ich den Satz „Mach dein Hobby zum Beruf.“ deutlich kritischer. Tatsächlich würde ich den meisten Menschen heute sogar davon abraten, sich von Anfang an das Ziel zu setzen, mit ihrem Hobby Geld verdienen zu wollen.
Nicht, weil das grundsätzlich etwas Schlechtes wäre. Sondern weil sich dadurch der Fokus verändert.
Denn der größte Wert eines Hobbys liegt gerade darin, dass es eben nicht funktionieren muss. Es muss kein Geld einbringen, niemandem gefallen und keinen wirtschaftlichen Zweck erfüllen. Es ist ein Bereich, der ganz allein dir gehört – mit Raum zum Experimentieren, Fehler machen und einfach Freude an der Tätigkeit selbst zu haben.
Wenn sich später ganz natürlich eine Möglichkeit ergibt, mit deinem Hobby Geld zu verdienen, ist das etwas anderes. Aber ich würde nie mit diesem Ziel beginnen und selbst dann würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich diesen Schritt wirklich gehen möchte.
Ein Hobby sollte meiner Meinung nach nicht dafür da sein, einen unerfüllenden Job zu kompensieren. Wenn dich deine Arbeit dauerhaft unglücklich macht, such dir lieber eine Arbeit, die besser zu dir passt, anstatt auf Teufel komm raus dein Hobby zum Beruf machen zu wollen.
Denn am Ende brauchst du beides: einen erfüllenden Beruf und erfüllende Hobbys.
Daher kommt das Wort „Hobby“
Das bestätigt übrigens auch die Herkunft des Wortes „Hobby“ selbst.
Es stammt ursprünglich vom englischen hobby horse – einem Steckenpferd oder Spielzeugpferd, auf dem Kinder aus reiner Freude spielten und ihrer Fantasie freien Lauf ließen.
Erst später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung einer Tätigkeit, der man freiwillig in seiner Freizeit nachgeht.
Muss ein Hobby sichtbar sein?
Ich glaube, Social Media hat unsere Vorstellung davon verändert, wie Hobbys aussehen sollten.
Heute entsteht oft der Eindruck, dass ein Hobby erst dann „echt“ ist, wenn man regelmäßig Bilder davon postet, Fortschritte dokumentiert oder andere daran teilhaben lässt. Ich sehe das inzwischen anders.
Natürlich kann es schön sein, seine Begeisterung mit anderen zu teilen oder sich in einer Community auszutauschen, vor allem, wenn man sich verbessern möchte. Das tue ich beim Zeichnen schließlich ebenfalls. Aber ich glaube nicht, dass jedes Hobby sofort öffentlich werden muss. Im Gegenteil.
Manche Hobbys profitieren sogar davon, zunächst nur für dich selbst zu existieren.
Bei mir ist das zum Beispiel das Schreiben. Neben meinen Blogartikeln, Kursscripten und Sachbüchern schreibe ich seit meiner Kindheit Geschichten – sowohl eigene Welten als auch Fanfiction. Vielleicht entstehen daraus irgendwann einmal Romane, Graphic Novels oder sogar ein Manga. Vielleicht auch nicht.
Im Moment spielt das aber keine Rolle. Ich erzähle nur sehr wenig darüber und veröffentliche fast nichts davon. Nicht, weil ich mich dafür schäme. Sondern weil ich diesen Teil meiner Kreativität zunächst schützen möchte.
In dieser Phase darf ich experimentieren, Ideen wieder verwerfen, Figuren verändern oder ganze Welten neu aufbauen, ohne das Gefühl zu haben, dass bereits andere Menschen Erwartungen daran haben.
Gerade kreative Projekte brauchen oft eine gewisse Inkubationszeit. Wenn wir jeden Gedanken sofort veröffentlichen, nehmen wir uns manchmal genau den geschützten Raum, den Kreativität braucht, um sich frei entwickeln zu können.
Außerdem ist das Schreiben an sich für mich bereits so angenehm und ich bin bereits so präsent mit meinen anderen Projekten, dass auch gar keine Notwendigkeit besteht, das auch noch mit der Welt zu teilen.
Deshalb glaube ich, dass nicht jedes Hobby sofort oder überhaupt sichtbar werden muss. Manche Dinge dürfen einfach nur dir gehören. Und falls daraus irgendwann etwas Großes entsteht, kannst du es immer noch mit der Welt teilen. Aber eben nicht von Anfang.
Muss ein Hobby anstrengend sein?
Vor einiger Zeit habe ich ein Video vom Dunklen Parabelritter gesehen. Darin vertritt er die These, dass ein echtes Hobby Mühe machen müsse und man dabei selbst etwas leisten müsse – reiner Konsum sei für ihn kein Hobby.
Ich würde das nicht ganz so streng sehen. Denn auch Hobbys, bei denen wir hauptsächlich erleben oder beobachten, können unglaublich bereichernd sein. So können Lesen, Wandern oder Vogelbeobachtung wunderbare Hobbys sein, obwohl sie nicht zwangsläufig etwas erschaffen.
Trotzdem hat mich seine Aussage zum Nachdenken gebracht. Denn sie macht deutlich, dass Hobbys sehr unterschiedlich sein können. Manche bestehen hauptsächlich aus Konsum, andere aus Lernen und wieder andere daraus, selbst etwas zu erschaffen. Und genau diese Unterschiede haben großen Einfluss darauf, wie viel uns ein Hobby langfristig zurückgibt.
Ich weiß, dass diese Aussage vielleicht kontrovers klingt. Aber ich glaube tatsächlich, dass es bessere und schlechtere Hobbys gibt. Warum ich das so sehe, schauen wir uns im nächsten Abschnitt an.
Wenn du aus diesem Kapitel drei Dinge mitnimmst, dann diese:
- Ein Hobby muss kein Geld verdienen.
- Ein Hobby muss nicht sofort öffentlich werden.
- Und ein Hobby muss nicht immer anstrengend sein.
Der größte Wert eines Hobbys liegt oft gerade darin, dass es einen geschützten Raum schafft – einen Ort, an dem du ohne Leistungsdruck, Erwartungen oder Likes einfach etwas tun kannst, weil es dir Freude bereitet.
Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern
3. Passive oder aktive Hobbys? Eine bessere Einordnung
Im vorherigen Abschnitt habe ich bereits erwähnt, dass ich glaube, dass es bessere und schlechtere Hobbys gibt.
Dabei geht es mir allerdings nicht um eine moralische Bewertung. Entscheidend ist vielmehr die Frage: Wie viel gibt dir ein Hobby langfristig zurück?
Je mehr du selbst denkst, lernst, erschaffst oder mit anderen interagierst, desto größer ist meist auch der langfristige Nutzen. Deshalb finde ich folgende Einteilung hilfreicher als einfach nur von „Hobbys“ zu sprechen.
Die Hobby-Aktivitätsskala
Natürlich sind diese Kategorien nicht strikt voneinander getrennt. Viele Hobbys enthalten mehrere Elemente gleichzeitig.
Ein Pen-&-Paper-Abend besteht beispielsweise aus sozialem Austausch, kreativem Erzählen, Problemlösen und gemeinsamer Unterhaltung. Auch Videospiele können Kreativität fördern oder Wissen vermitteln.
Trotzdem erkennt man einen klaren Trend: Je aktiver deine eigene Beteiligung wird (je mehr du nach rechts gehst in der Grafik), desto mehr bekommst du meist langfristig zurück.
Während passiver Konsum oft nur kurzfristig unterhält, entwickeln aktive Hobbys zusätzlich Fähigkeiten, Selbstvertrauen, Erinnerungen und manchmal sogar Freundschaften.
Ist KI-Prompting wirklich ein Hobby / Kunst?
Gerade im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz finde ich diese Unterscheidung wichtiger denn je.
Wenn ich einer KI einfach sage: „Erstelle mir ein Fantasy-Bild“, habe ich am Ende zwar ein Bild, aber ich selbst habe nichts erschaffen. Ich habe weder zeichnen gelernt, noch Probleme gelöst, noch mich kreativ weiterentwickelt. Ich habe lediglich wie ein Auftraggeber der KI gesagt, was sie für mich tun soll. Daher sind KI-Werke keine Kunst. Die KI übernimmt zudem genau den Teil, der ein kreatives Hobby eigentlich wertvoll macht: den Schaffensprozess.
Deshalb glaube ich, dass KI zwar ein hilfreiches Werkzeug sein kann – etwa zum Recherchieren, Brainstormen oder Lernen –, aber kein Ersatz für kreatives Arbeiten ist und, wenn überhaupt, ein eher schlechtes Hobby.
Denn gerade das Ausprobieren, Scheitern, Verbessern und letztendlich eigene Erschaffen macht für mich den größten Wert eines kreativen Hobbys aus.
Außerdem bringt das Generieren von KI-Werken noch viele weitere Probleme mit sich, die ich bereits ausführlich in diesem früheren Blogartikel beschrieben habe. Auch sie sprechen meiner Meinung nach dafür, KI nicht zur Erstellung deiner kreativen Werke zu verwenden.
Vielleicht liegt genau darin sogar die große Chance unserer Zeit.
Je mehr Inhalte sich per Knopfdruck erzeugen lassen, desto wertvoller werden die Dinge, die ein Mensch selbst geschaffen hat. Sie beinhalten vielleicht Fehler, aber in ihnen stecken ebenso Zeit, Persönlichkeit, Erfahrung und echte Kreativität – Dinge, die KI nicht bieten kann.
Das bedeutet allerdings nicht, dass jetzt jeder zeichnen, schreiben oder Musik machen muss. Ich glaube vielmehr, dass jeder Mensch vier unterschiedliche Arten von Hobbys braucht, die verschiedene Bereiche des Lebens abdecken. Schauen wir uns an, welche das sind.
Merke dir bei der Auswahl deiner Hobbys:
- Bevorzuge aktive vor passiven Hobbys
- Passive Hobbys bringen dir oft nur kurzfristigen Spaß. Je mehr du bei einem Hobby selbst erschaffst, desto nachhaltiger bringt es dir echte Zufriedenheit.
- Nutze KI, wenn überhaupt, nur zur Recherche und für unliebsame Aufgaben. Lass sie aber nicht deinen eigenen Schaffensprozess ersetzen. Dieser ist der wertvolle Kern jedes Hobbys.
Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern
4. Diese 4 Arten von Hobbys brauchst du in deinem Leben
Lange Zeit dachte ich, ein einziges Hobby reicht völlig aus. Schließlich zeichne ich seit meiner Kindheit. Warum sollte ich noch etwas anderes brauchen?
Mit der Zeit habe ich allerdings gemerkt, dass Zeichnen zwar unglaublich viel abdeckt – Kreativität, Lernen und manchmal sogar soziale Kontakte –, aber eben nicht alles.
Zeichnen hält mich nicht fit. Es ersetzt keine tiefen Gespräche mit Freunden. Und manchmal möchte mein Kopf einfach etwas völlig anderes machen.
Heute bin ich deshalb überzeugt, dass ein erfülltes Leben nicht nur aus einem Hobby besteht, sondern aus mehreren Hobbys, die zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen.
Dabei haben sich für mich vier Bereiche herauskristallisiert.
Die 4 Hobby-Arten
Kleine Anmerkung: Auf die Grundidee dieser vier Bereiche bin ich vor einiger Zeit in einem YouTube-Video gestoßen. Leider weiß ich nicht mehr, von wem sie ursprünglich stammt. Die Bezeichnungen, Beispiele und Einordnung in diesem Artikel sind meine eigene Interpretation.
Tipps für eine gute Hobby-Balance
1) Balance — Je ausgewogener diese vier Bereiche in deinem Leben vertreten sind, desto größer ist die Chance auf ein langfristig erfülltes und abwechslungsreiches Leben. Natürlich muss nicht jede Woche perfekt ausgeglichen sein – aber über Monate und Jahre lohnt es sich, alle vier Bereiche bewusst zu pflegen.
2) Ausgleich — Zudem kann es helfen, vor allem den Fokus auf jene Hobbys zu legen, die das Gegenteil zu deinem Hauptjob darstellen oder zumindest andere Bereiche abdecken.
Beispiele für Ausgleich-Hobbys
- Wenn du beispielsweise viel körperlich in deinem Beruf arbeitest (als z. B. Maurer, Sportler oder Zusteller), machen besonders Hobbys für deinen Geist (Intellect) und ruhiges Schaffen (Expression) als Ausgleich Sinn und umgekehrt.
- Wenn du in deinem Job primär Produkte für andere erstellst oder anderen hilfst (z. B. als Lehrer, Designer, Programmierer oder irgendeine Art von Dienstleister generell), machen vor allem Hobbys Sinn, bei denen du eigene Ideen umsetzen und kreativ sein kannst (Expression).
- Wenn du viel allein arbeitest (z. B. als Selbstständiger), machen vor allem Hobbys in Gemeinschaft (Bonds) Sinn.
- Wenn du viel mit anderen arbeitest oder die Ruhe als introvertierte Person schätzt, machen vor allem Hobbys, bei denen du dich allein zurückziehen kannst, Sinn.
3) Regelmäßigkeit — Und schließlich gilt: Damit ein Hobby seine positiven Effekte entfalten kann, sollte es regelmäßig stattfinden.
Ein Treffen mit Freunden einmal im Monat ist natürlich schön, ersetzt aber kein soziales Hobby. Viel wertvoller ist beispielsweise ein fester Brettspiel-, Sport- oder Anime-Abend jede Woche oder alle zwei Wochen. Dasselbe gilt für die anderen Bereiche: Nicht die Intensität einer einzelnen Aktivität entscheidet, sondern die Regelmäßigkeit über einen langen Zeitraum. Lieber zum Beispiel jeden Tag wenige Minuten zeichnen als einmal pro Woche viele Stunden.
Wenn du wissen willst, wie du eine gesunde und nachhaltig funktionierende Zeichenroutine aufbauen sollst, schau dir gern einmal meinen Kurs „Zeichner-Kit PLUS“ an. Darin erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie du das Zeichnen zur Gewohnheit machst.
Vitality – Hobbys für den Körper
Unser Körper ist die Grundlage für alles andere. Deshalb sollte mindestens eines unserer Hobbys dafür sorgen, dass wir fit, energiegeladen, beweglich und gesund bleiben.
Ob du daheim oder außerhalb Sport treibst, allein oder in Gemeinschaft ist deinen Präferenzen überlassen. Entscheidend ist nur, dass dein Körper regelmäßig Bewegung bekommt.
Beispiele für deine Inspiration: Vitality — Hobbys für den Körper
🏋️ Kraft & Fitness
- Fitnessstudio
- Home-Workout
- Calisthenics
- CrossFit
- Functional Training
- Powerlifting
🏃 Ausdauer
- Joggen
- Walken
- Nordic Walking
- Radfahren
- Schwimmen
- Rudern
- Inlineskaten
🧘 Beweglichkeit & Balance
- Yoga
- Pilates
- Mobility-Training
- Stretching
- Tai Chi
- Qi Gong
🥾 Natur & Abenteuer
- Wandern
- Spaziergänge
- Geocaching
- Bergsteigen
- Klettern
- Kanufahren
- Stand-up-Paddling
⚽ Spiel & Wettkampf
- Fußball
- Volleyball
- Badminton
- Tennis
- Tischtennis
- Basketball
- Bowling
- Minigolf
💃 Tanz & Rhythmus
- Tanzen
- Zumba
- Hip-Hop
- Salsa
- Standardtanz
🎮 Spielerisch bewegen
- Ring Fit Adventure
- Fitness Boxing
- Beat Saber (VR)
- Just Dance
- Laufband mit Serien oder Hörbuch
Mein Beispiel
- Regelmäßig & fest eingeplant:
- Krafttraining Zuhause (3x pro Woche)
- mindestens 10K Schritte jeden Tag (via Laufband bei der Arbeit und Spazieren)
- Sonstiges unregelmäßiger:
- Längere Spaziergänge mit Hörbuch
- Yoga
- Ring Fit Adventure (Switch)
- Fitness Boxing (Switch)
- Schwimmen
Intellect – Hobbys für den Geist
Ein Hobby, das unseren Geist fordert, sorgt dafür, dass wir neugierig bleiben, mental bis ins hohe Alter fit und dass wir uns weiterentwickeln. Stell es dir so vor: Wie dein Körper, brauchst du auch ein Workout für deinen Geist.
Gerade in einer Welt, die sich ständig verändert, halte ich lebenslanges Lernen für eine der wertvollsten Fähigkeiten überhaupt.
Beispiele für deine Inspiration: Intellect – Hobbys für den Geist
📚 Wissen & Bildung
- Lesen
- Hörbücher
- Podcasts
- Dokumentationen
- Online-Kurse
- Vorträge
🌍 Sprache & Kultur
- Sprachen lernen
- Reisen
- Neue Orte entdecken
- Museen besuchen
- Andere Kulturen kennenlernen
🧩 Denken & Strategie
- Schach
- Go
- Sudoku
- Kreuzworträtsel
- Rubik’s Cube
- Strategiespiele
- Escape Rooms
💻 Technik & Zukunft
- Programmieren lernen
- App-Entwicklung
- Robotik
- Elektronik-Projekte
🧠 Persönlichkeitsentwicklung
- Journaling
- Meditation
- Philosophie
- Psychologie
- Finanzbildung
- Wissenschaft
Mein Beispiel
- Regelmäßig & fest eingeplant:
- Japanisch lernen (täglich mind. 1 kleine Einheit, z. B. auch Anime auf Japanisch schauen)
- Online-Kurse (täglich mind. 1 Video)
- Zeichenstudien (mind. 5 Einheiten pro Woche innerhalb meiner Zeichenroutine)
- Künstlerdate (mind. 1 besondere Sache erleben oder neu entdecken pro Woche)
- Reisen (mind. 1 neuen Ort entdecken je Monat und 1 größere Reise je Quartal)
- Sonstiges unregelmäßiger:
- Lesen (als zusätzliche optionale Abendroutine)
- Hörbücher (meistens beim Spazieren)
- Schach
- Journaling
Bonds – Hobbys für Verbundenheit
Wir Menschen sind soziale Wesen. Ohne regelmäßigen sozialen Kontakt gehen wir ein wie Pflanzen ohne Sonne. Deshalb glaube ich, dass jeder ein Hobby braucht, das ihn regelmäßig mit anderen Menschen verbindet.
Orientiere dich am besten an Themen, die dich ohnehin interessieren und suche dann nach sozialen Gruppen und Events, die genau dieses Thema behandeln.
Beispiele für deine Inspiration: Bonds — Hobbys für Verbundenheit
👨👩👧 Freunde & Familie
- Regelmäßiger Brettspielabend
- Gemeinsame Kochabende
- Film- oder Anime-Abende
- Pen & Paper
- Spieleabende
- Gemeinsame Spaziergänge
- Lerngruppen
- Calls / Telefongespräche
🤝 Gemeinschaft & Vereine
- Vereinsarbeit
- Ehrenamt
- Chor
- Orchester
- Tanzgruppe
- Sportverein
- Freiwillige Feuerwehr
- THW
🌍 Communitys & Interessengruppen
- Meet-ups
- Zeichnertreffen
- Buchclub
- Schreibgruppe
- Fotowalks
- Sprachstammtische
- Wandergruppen
- Running Clubs
- Makerspaces
- Hackathons
- Online-Communitys (Discord etc.)
🎉 Events
- Pub-Quiz
- Conventions
- Messen
- Workshops
- Kurse
- LAN-Partys
- Turniere
Mein Beispiel
- Regelmäßig & fest eingeplant:
- Anime-/Spiel-Abend (1x pro Woche)
- Discord-Community (tägliche Pflege)
- Videoanruf Familie (mind. 1x pro Woche)
- Sonstiges unregelmäßiger:
- Freunde treffen
- Andere Communitys
- Conventions & Messen
- Zeichnertreffen
- Kurse & Workshops besuchen
Expression – Hobbys für Kreativität
Für mich ist das die erfüllendste Art von Hobby, weil am Ende etwas entsteht, das vorher nur in meiner Vorstellung existiert hat. Etwas erschaffen. Nicht konsumieren und nicht wiederholen.
Sondern etwas in die Welt bringen, das es vorher noch nicht gab.
Es geht dabei primär nicht darum, etwas von guter Qualität zu schaffen, sondern überhaupt etwas Eigenes zu schaffen. Das kann alles Mögliche sein, bei dem du selbst etwas erschaffst.
Beispiele für deine Inspiration: Expression — Hobbys für Kreativität
🎨 Kunst & Design
- Zeichnen
- Malen
- Digital Painting
- Comic oder Manga erstellen
- Fotografie
- Bildbearbeitung
- Grafikdesign
- 3D-Modellierung
- Animation
- Kalligrafie & Handlettering
🎵 Musik & Bühne
- Musizieren
- Singen
- Songwriting
- Musik produzieren
- Theater spielen
- Improvisationstheater
✍️ Schreiben
- Geschichten schreiben
- Romane schreiben
- Tagebuch führen
- Gedichte schreiben
- Poetry Slam
- Bloggen
🛠️ Handwerk & DIY
- Nähen
- Sticken
- Häkeln
- Stricken
- Töpfern
- Schnitzen
- Holzarbeiten
- Modellbau
- Miniaturen bemalen
- Origami
- Schmuck herstellen
- Kerzen gießen
- Seife herstellen
- DIY-Projekte
🍳 Kochen & Genuss
- Kochen
- Backen
- Torten dekorieren
- Fermentieren
- Cocktails oder Mocktails mixen
💻 Gaming & Technik
- Spiele entwickeln (Game Design)
- Apps programmieren
- Webseiten gestalten
- Robotik
- Arduino-/Elektronik-Projekte
- 3D-Druck
- Modding
🦸 Cosplay & Fantasy
- Cosplay
- Kostüme bauen
- Requisiten herstellen
- Dioramen bauen
- Tabletop-Gelände gestalten
Mein Beispiel
- Regelmäßig & fest eingeplant:
- Zeichnen, Malen & 3D (Fan Art, Skizzen / Studien & Original Art / mind. 1 Skizze oder Werk pro Woche, meistens täglich)
- Hinweis: Ja, ich verdiene zum Teil Geld mit meinen Zeichnungen, aber das ist nicht mehr meine primäre Einkommensquelle (meistens dienen meine Werke nun eher als Beispiele oder Marketing für meine eigentliche Arbeit das Unterrichten) und das Erschaffen meiner Werke ist abseits von Aufträgen, die ich nur noch selten annehme, an keine externe Instanz gebunden. Gleiches gilt auch für das Bloggen, Grafikdesign, Bildbearbeitung und Website gestalten. Ich schaffe ganz in meinem freien Willen und monetisiere die Prozesse und Resultate später ungezwungen, sofern überhaupt. Das ist für mich ein Riesenunterschied zu früher und erlaubt mir nun wieder ohne Druck kreativ zu sein.
- Sonstiges unregelmäßiger:
- Geschichten Schreiben
- Cosplay
- Fotografieren
- Backen & Kochen
- Piano spielen
- Kreativ-Workshops
- DIY-Projekte
Zusammengefasst gilt: Ein erfülltes Leben besteht selten nur aus einem Hobby. Je besser deine Hobbys die Bereiche Vitality, Intellect, Bonds und Expression abdecken, desto mehr profitierst du langfristig davon.
Vielleicht fragst du dich gerade: „Zeichnen würde mich schon reizen, aber ich habe überhaupt kein Talent.“
Genau deshalb habe ich das kostenlose Zeichner-Kit entwickelt. Dort zeige ich dir, welche Grundlagen wirklich wichtig sind und wie du Schritt für Schritt ins kreative Zeichnen einsteigen kannst.
Hobbys entwickeln sich weiter
Ein Hobby bleibt selten für immer gleich. Gerade kreative Hobbys verändern sich oft mit den eigenen Fähigkeiten.
Beim Zeichnen verbringt man am Anfang beispielsweise viel Zeit mit Übungen, Abzeichnen und Lernen – was oft mehr einem Hobby für den Geist entspricht. Erst später beginnt man, eigene Ideen wirklich im Flow umzusetzen, Geschichten kompetent zu erzählen oder sogar ganze Welten zu erschaffen, wenn man gewisse Grundlagen gemeistert hat und nicht mehr jeden Strich überdenken muss. Die Expression rückt dann stärker in den Vordergrund.
Dadurch verändert sich auch der Charakter des Hobbys. Es wird nicht nur abwechslungsreicher, sondern oft sogar erfüllender. Wie bei einem Videospiel kannst du mit einem Hobby auf Level 50 einfach deutlich mehr erreichen als auf Level 1-10. Und mit jedem Tag an dem du dein Hobby ausführst, sammelst du XP und steigerst dich von Level zu Level.
Genau das erlebe ich momentan selbst. Ich lerne weiterhin Anatomie und Perspektive, obwohl ich bereits professionell zeichne. Gleichzeitig kann ich heute Bilder umsetzen, die ich mir vor zehn Jahren nicht einmal hätte vorstellen können.
Zusammengefasst gilt: Je öfter du dich einem Hobby widmest, desto wertvoller wird es, da du dir meistens mit der Zeit durch deine neue Fähigkeiten und Werke auch neue Möglichkeiten erschließt. Routine ist dabei – wie so oft – der eigentliche Schlüssel.
Hobbys kombinieren
Das Spannende ist: Richtig umgesetzt, kannst du mit einem Hobby gleich mehrere Bereiche gleichzeitig abdecken und selbst ansonsten passiven Konsum wertvoller integrieren.
- Ein gemeinsamer Sportkurs verbessert beispielsweise nicht nur deine Fitness, sondern bringt dich auch mit anderen Menschen zusammen.
- Ein Brettspielabend verbindet Lernen, soziale Kontakte und Unterhaltung.
- Selbst Fernsehen kann in Gemeinschaft mehr zurückgeben, wenn ihr anschließend gemeinsam über den Film diskutiert, statt ihn alleine zu konsumieren.
Ich selbst schaue zum Beispiel gern Anime beim Zeichnen oder schaue wöchentlich bis zweiwöchentlich mit einer Freundin gemeinsam. So verbinde ich Konsum mit Kreativität und Sozialem.
Theoretisch ist auch eine Verbindung aller 4 Bereiche möglich: Wie in der Tabelle gezeigt zum Beispiel mit Urban Sketching, Virtual Plein Air Painting oder Gesture Drawing in einer Gruppe. Denn gemeinsam (Bonds), bewegt man sich durch eine Stadt, Landschaft oder einen Raum (Vitality), zeichnet oder malt Bilder (Expression) und entdeckt oder lernt beim Schaffen und anschließenden Besprechen und Reflektieren Neues (Intellect).
Oder zum Beispiel arbeite ich oft auf einem Laufband. Zeichnen ist damit zwar auch möglich, aber nur auf niedriger Stufe. 3D Modeling und Sculpting ist damit hingegen oft einfacher. So erreiche ich auch den Bereich „Vitality“, auch wenn ich mich eigentlich auf „Expression“ fokussiere. Hinzukommt, dass ich bei 3D nahezu jedes Mal noch irgendein Tutorial schaue und Neues lerne (der Bereich ist einfach riesig) und damit auch „Intellect“ abdecke. Und schließlich kommt es auch vor, dass ich Co-Working on- oder offline betreibe oder mindestens meine Werke zwischendrin oder anschließend mit anderen bespreche, was auch den letzten Bereich „Bonds“ abbildet.
Und wer es ganz extrem haben will, kann auch noch Musik hören, bekannte Serien & Filme schauen oder Podcast hören und nimmt damit auch noch Unterhaltung hinzu. Meistens würde ich aber raten, nicht zu viel zu kombinieren, um den Fokus auf dem Schaffen zu bewahren. Es ist also nicht immer automatisch besser, so viele Bereiche wie möglich abzudecken. Oft macht eine Kombination von zwei Bereichen am meisten Sinn. So kann man sich gut genug zum Beispiel auf das Erschaffen aber auch zum Beispiel die Kommunikation mit anderen fokussieren.
Zusammengefasst gilt: Je mehr Bereiche ein Hobby gleichzeitig erfüllt, desto wertvoller wird es oft. Und auch Konsum kann damit sinnvoller integriert werden. Meistens sollten für einen guten Fokus jedoch auch nicht zu viele Bereiche gleichzeitig kombiniert werden.
Was statt Social Media? Die 4 Hobbys, die dein Leben verändern
Zusammenfassung
Fazit: Ein erfülltes Leben entsteht nicht zufällig
Das Wichtigste, was du aus diesem Artikel mitnehmen solltest, ist gar keine bestimmte Hobby-Idee. Es ist die Erkenntnis, dass Hobbys kein Luxus sind, den man sich irgendwann gönnt, wenn alles andere erledigt ist. Im Gegenteil: Sie sind ein notwendiger Bestandteil eines erfüllten Lebens.
Denn sie halten unseren Körper gesund, unseren Geist neugierig, verbinden uns mit anderen Menschen und geben uns die Möglichkeit, etwas Eigenes zu erschaffen.
Gerade in einer Welt, in der wir immer mehr Zeit mit passivem Konsum verbringen und KI viele Aufgaben übernehmen kann, werden echte Erlebnisse, menschliche Beziehungen und selbst erschaffene Dinge immer wertvoller.
Übung: Deine 4 Hobbys
Damit solltest du nun genügend Inspiration gesammelt haben.
Wenn du es noch nicht getan hast, nimm dir 5 Minuten Zeit und notiere dir also bitte noch heute für jeden Bereich mindestens ein Hobby:
- ❤️ Vitality — Welches Hobby stärkt meinen Körper?
- 🧠 Intellect — Welches Hobby fordert meinen Geist?
- 🤝 Bonds — Welches Hobby verbindet mich regelmäßig mit anderen Menschen?
- 🎨 Expression — Welches Hobby lässt mich selbst etwas erschaffen und kreativ sein?
Falls dir in einer Kategorie noch etwas fehlt, musst du nicht sofort dein ganzes Leben umkrempeln. Suche dir einfach eine einzige Aktivität, die dich als Erstes anspricht.
Und jetzt der wichtigste Schritt: Plane direkt einen festen Termin im Kalender.
Denn Hobbys entstehen nicht zufällig irgendwann, sondern dadurch, dass wir ihnen bewusst Raum in unserem Leben geben.
Abschluss der Blogreihe
Damit endet auch diese dreiteilige Blogreihe rund um Social Media.
Im ersten Teil ging es darum, warum Social Media unsere Aufmerksamkeit so stark fesselt und welche Folgen das für unser Leben haben kann. Im zweiten Teil hast du gelernt, wie ein Social-Media-Detox gelingen kann und welche Strategien dabei helfen. Und in diesem dritten Teil ging es schließlich darum, womit du die gewonnene Zeit sinnvoll füllen kannst.
Denn am Ende besteht das Ziel nicht einfach darin, weniger zu scrollen. Das eigentliche Ziel ist es, mehr zu leben.
Wie geht es weiter?
Wenn du auf der Suche nach einem kreativen Hobby bist, mit dem du über Jahre hinweg lernen (Intellect), in Gemeinschaft wachsen (Bonds) und eigene Ideen verwirklichen kannst (Expression), dann ist Zeichnen mit einer Gruppe von Gleichgesinnten vielleicht genau das Richtige für dich.
Mit der S-Art School Mitgliedschaft erhältst du genau das: einen klaren Lernweg, regelmäßige Zeichenübungen sowie eine motivierende Community und Feedback, damit aus Motivation eine nachhaltige Zeichenroutine wird.
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Sandra Süsser – The Coaching Artist
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