Mein kreativer Jahresrückblick 2025

von Dez. 26, 2025

Lesezeit: 19 Minuten
In diesem Beitrag zeige ich dir in einem kreativen Jahresrückblick, welche Kunstprojekte ich 2025 umgesetzt habe und welche Learnings ich daraus gezogen habe.

 

Damit kannst du dich direkt für das neue Jahr inspirieren lassen!
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Kreativer Jahresrückblick 2025

Meine Kreativ-Projekte 2025

1) Boruto Fan Art

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Dieses Jahr habe ich mich so richtig in mein neues YouTube-Projekt »SadakoTV« reingeworfen – ein Format, in dem ich Anime schaue, darauf reagiere und diese Eindrücke anschließend künstlerisch verarbeite. Genau deshalb widme ich dem Fan-Art-Bereich in diesem Jahresrückblick gleich mehrere Abschnitte: Er war einfach ein großer Teil meines Jahres und hat meinen kreativen Output stark geprägt.

Die Hauptserie, die mich dabei begleitet hat, war »Boruto«. Als ich gestartet habe, hatte ich keinerlei Vorstellung, wohin mich diese Geschichte führen würde. Ich wusste nur: Es ist der Nachfolger meines einst wichtigsten Animes – »Naruto« – und nun steht dessen Sohn im Mittelpunkt.

Über 100 Folgen später kann ich sagen: An das Original kommt »Boruto« für mich persönlich nicht heran – aber es hat genau das erfüllt, was ich gebraucht habe: Unterhaltung, Trost, vertraute Charaktere, ein Stück Nostalgie.

Parallel zu den Reactions selbst habe ich eine ganze Reihe an Kunstwerken erschaffen – von Porträts über Ganzkörper-Illustrationen bis zu allen neun Bijuus als kleine Sticker-Reihe.
(Alle Making-Ofs zu den Artworks findest du übrigens im TV-Archiv meiner S-Art School.)

Und genau diese Form des künstlerischen Ausdrucks – Serien & Filme nicht nur zu konsumieren, sondern durch Kunst zu beantworten – hat mir in den letzten Jahren unglaublich gefehlt. Ich bin glücklich, dass ich dieses Jahr dorthin zurückgefunden habe. Es fühlt sich ein bisschen an, als hätte ich ein Stück Identität wieder eingesammelt, das lange irgendwo liegen geblieben war. Denn Anime Fan Arts waren es, die mich ursprünglich zum Zeichnen gebracht hatten.

2) Random Anime / Dandadan Fan Art

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Natürlich habe ich dieses Jahr nicht nur Boruto geschaut und darauf reagiert – »SadakoTV« war ein einziges wildes Potpourri an Anime, Genres und japanischer Kultur.

Und genau dadurch bot es mir eine enorme künstlerische Spielwiese: Jede Serie hatte einen anderen Ton, andere Farben, andere Energie – und mein Fan Art wurde automatisch vielfältiger.

Hier ein kurzer Überblick, worauf ich dieses Jahr reacted habe – inklusive Mini-Fazit:

  • The Way of the Househusband (Comedy-Anime mit Kenjiro Tsuda als Hauptsynchronsprecher <3 | Fazit: Sehr unterhaltsam und ein Fest für Augen und Ohren :D)
  • Naruto Spin-off: Rock-Lee And His Ninja Pals (Comedy-Anime | Fazit: Der schlechteste Anime, den ich je gesehen habe xD. Ernsthaft, schau es bitte nicht, wenn du Rock Lee und Might Guy nicht hassen willst…)
  • Dandadan (Fazit: Dieser Anime hat von allem ein bisschen: Action, Romance, Sci-Fi, Comedy. Ein überraschend guter Pick mit konstanten WTF-Momenten und sehr genialen Character Designs.)
  • Attack on Titan: Junior High Spin-off (Comedy-Anime | Fazit: Wer den Hauptanime gesehen hat, muss auch dieses Spin-of schauen. Unterhaltsam, amüsant und noch mehr LEVI! <3 :D)
  • Cyberpunk: Edgerunners (Sci-Fi-Anime | Fazit: Ein absoluter Herzbrecher – auf die gute Art. Nur eine kleine Warnung: Danach bist du erst einmal nicht ok QQ)
  • My Hero Academia Staffel 8 (Action-Anime | Fazit: Ein würdiger Abschluss zu dieser grandiosen Heldenserie. Mehr als einmal sind hier Tränen von Freude und Trauer geflossen. Unglaublich packend!)
  • My Hero Academia: Vigilantes (Action-Anime | Fazit: Die erwachsenere Variante und das Prequel zu MHA mit der Backstory zu Stain und mehr Aizawa Content! 😀 Habe es geliebt und freue mich sehr auf Staffel 2 nächstes Jahr)
  • Uzumaki (Horror-Anime | Fazit: Ein kurzer aber packender Anime, der durchaus schockiert. Überraschenderweise haben mich die kreativen Visuals mehr als einmal zum Zeichnen inspiriert.)
  • Mehrere Pilot-Episoden zu verschiedenen Anime wie Code Geass, Mushoku Tensei, One Punch Man Staffel 3, Saga of Tanya the Evil, etc. (Code Geass und Mushoku Tensei werde ich definitiv weiter schauen. Sau stark!)
  • Mehrere Anime-Filme wie JJK 0, Death Note Relight 1, Boruto, Naruto The Last, Hayao Myazaki

Von allen genannten Anime war die letzte Staffel »My Hero Academia« definitiv mein Favorit des Jahres, dicht gefolgt vom Vigilantes Prequel.

Da ich zu beiden aber (noch) kein Fan Art erstellt habe (weil sie jetzt erst Ende des Jahres kamen), siehst du hier meine Lieblings-Fan Arts zu Dandadan – ebenfalls einem meiner Favoriten aus diesem Jahr. Evil Eye und Turbo Okarun haben sich definitiv mit ihren düster-fantastischen Character Designs in mein Herz geschlichen :D.

(Alle Making-Ofs zu den Artworks findest du auch hier wieder im TV-Archiv meiner S-Art School.)

Zudem habe ich hier auch ein neues Kunst-Produkt getestet und die beiden Varianten von Okarun in einer Lentikular-Karte zusammengeführt. Sprich: Je nach Winkel, wie man die Karte hält, ändert sich das sichtbare Kunstwerk. Das wollte ich schon immer einmal probieren und es hat wunderbar funktioniert. In diesem YouTube Short kannst du das Resultat sehen.

3) Keychain Fan Art

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Neben den reinen Zeichen-Challenges, die im Rahmen meiner React-Projekte entstanden sind, haben mir die Fan Arts in diesem Jahr vor allem eines geschenkt: kreativen Experimentierspielraum.

Ich habe mich zum ersten Mal an ein völlig neues Kunstprodukt gewagt – kleine Schlüsselanhänger (Keychains). So simpel, und gleichzeitig auf eine fast unerklärliche Weise faszinierend.

Für »Boruto« habe ich eine erste Mini-Serie umgesetzt – mit Gaara, Sakura und Sarada als Motive – und erst kürzlich folgte dann Levi aus Attack on Titan.

Das physische Sample zum allerersten Anhänger, Gaara, werde ich nie vergessen.
Der Moment, in dem ich ihn in der Hand hielt, war einer meiner Magic-Moments 2025:
Kunst, die nicht nur betrachtet – sondern berührt, benutzt, mitgenommen wird.

Ich nutze das Gaara-Motiv mittlerweile seit mehr als einem halben Jahr täglich an meinem eigenen Schlüsselbund – und es sieht immer noch erstaunlich gut aus. Jedes Mal, wenn ich meinen Schlüssel greife, zaubert es mir ein kleines Lächeln ins Gesicht. (…auch wenn ich ihn bald wohl ersetzen werde, sobald die neuen Levi-Keychains im Januar eintreffen – hehe :3)

Wenn du selbst solche Keychains erstellen möchtest: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Planen, Gestalten und Bestellen findest du im Crafting Handbuch der S-Art School.

4.) Levi Fan Art

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Den letzten Abschnitt meines React-Projekts möchte ich dem Charakter widmen, der sich – mit großem Abstand – zu meiner kreativen Muse des Jahres entwickelt hat: Levi Ackerman (Attack on Titan).

Obwohl ich offiziell nur auf das Spin-off Attack on Titan: Junior High reacted habe und ich die meisten Fan Arts quasi „hineingeschmuggelt“ habe, begann alles eigentlich in einem völlig anderen Moment:

Als ich Anfang des Jahres im Kino saß und den letzten Film zu Staffel 4 gesehen habe – und Attack on Titan mich wieder mit derselben Wucht getroffen hat wie damals beim allerersten Mal. Levi war plötzlich wieder da. Und diesmal blieb er.

Ich weiß bis heute nicht, was genau mich so trifft: Seine ruhige Intelligenz. Seine Stärke und die ikonischen Kampfszenen. Der trockene Humor. Die Eleganz des Undercuts. Die Art, wie er mit anderen Figuren interagiert. Vermutlich alles zusammen. Husbando Nummer 1. Punkt.

Kein anderer Charakter hat mich dieses Jahr so häufig zum Stift greifen lassen. Kein anderer hat mich so sehr inspiriert, meine künstlerischen Grenzen zu verschieben.

Neben einfachen Porträts habe ich mit Levi meine bisher komplexesten Illustrationen umgesetzt:

  • Weitwinkel-Komposition und detailliertes Kirchenglas im Artwork »The Short King« – etwas, das ich vorher nur über 3D zu lösen gewagt hätte
  • atmosphärisches Storytelling mit mehreren Figuren in malerischem Setting bei »Happy Ending«
  • ein fiktives Shipping-Artwork mit Hanji: »Let’s stay here together«

Allein an diesen Bildern würde ich behaupten: Ich habe mich zeichnerisch massiv weiterentwickelt.

Was mich zusätzlich überrascht hat: Meine Artworks wurden farbiger und fröhlicher – trotz teils ernster Themen, Gewalt und düsterer Emotionen. Ein Zeichen dafür, wie Kunst uns spiegelt. Ich habe mich dieses Jahr lebendiger gefühlt – und meine Kunst hat es gezeigt.

Und vermutlich ist das noch lange nicht das Ende. Ich habe gefühlt 1000 weitere Bildideen im Kopf – mit Levi und vielen anderen Charakteren. Anime ist und bleibt meine größte Inspirationsquelle. Ein wundervolles Medium, das ich jedem nur ans Herz legen kann.

Wenn du neu bist: Attack on Titan oder Death Note sind fantastische Einstiege. Vielleicht wirst du dann – so wie ich – bald mehr Bildideen haben, als Zeit sie umzusetzen haha 😀 Ein Luxusproblem. Und ein schönes.

5.) Crafting Handbuch Artworks

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Auch abseits des React-Projekts hat Anime dieses Jahr massiv auf meine übrigen Kreativprojekte abgefärbt.

Im Crafting Handbuch meiner S-Art School habe ich mehrere neue Tutorials, Methoden und Produkt-Experimente ergänzt – und viele davon wären ohne Anime-Inspiration vermutlich nie entstanden.

Ein Highlight war eine neue Technik, mit der man eigene Artworks mit Glitzerfolien und mehreren Druckebenen veredeln kann.

Und – Überraschung – das Beispielmotiv war natürlich Levi auf seinem Thron, umgeben von schimmernden Kirchenfenstern.

Digital gemalt, physisch veredelt – ein wunderbares Zusammenspiel aus Illustration und haptischem Material.

Außerdem kamen neue DIY-Projekte hinzu, die man direkt selbst nachbasteln kann – darunter Suncatcher, Klebetattoos (inspiriert von einem Anime Cosplay) und weitere kleine Ideen für Kunst zum Anfassen.

Dieses Kapitel war für mich persönlich ein Reminder: Manchmal entsteht der größte Zauber, wenn digitale Kunst den Bildschirm verlässt – und zu etwas wird, das man halten, verschenken, oder ins Fenster hängen kann.

6.) Allgemeine Zeichenstudien

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Studien sind die stille Grundlage jedes künstlerischen Wachstums.
Sie wirken unscheinbar, tauchen selten in Highlights auf – aber ohne sie gäbe es keine Highlights.

Auch dieses Jahr habe ich wieder eine Vielzahl davon gezeichnet – mit einem klaren Fokus auf Anatomie (Porträts, Schädel, Hände, Füße, Proportionen) und Perspektive (dazu später noch mehr).

Und jedes Mal wurde mir bewusst: Kunst ist kein Talent. Kunst ist eine Fähigkeit. Und Fähigkeiten brauchen Training – wie ein Muskel.

Früher empfand ich Studien manchmal als notwendiges Übel. Heute sehe ich sie oft als das Gegenteil: Sie sind manchmal sogar spannender als fertige Illustrationen, weil man in kurzer Zeit extrem viel lernt – vorausgesetzt, man studiert richtig.

Meistens habe ich meine Studien als Aufwärmübung gemacht – bevor ich am aktuellen Hauptprojekt weitergearbeitet habe. Manchmal morgens, als kleiner Einstieg in den Tag, meistens Abends als Abschluss des Tages. Mal grob, mal etwas ausgearbeiteter – aber: Nie lag mehr als eine Woche dazwischen. Regelmäßigkeit ist hier wirklich der Schlüssel.

In vielen Phasen habe ich täglich Studien gezeichnet – auch wenn die meisten davon nie jemand vollständig gesehen hat. Sie waren nur für mich. Für mein Wachstum. Nicht für Likes, nicht für Reichweite.

(Ein kleiner Tipp an dich: Wenn du zeichnest – gönne dir diese Zeit für dich selbst. Du musst nicht ständig ein fertiges Artwork nach dem anderen abarbeiten. Gerade solche Studien zwischendurch halten deine Kreativität oben. Denn neuer Output benötigt stetig neuen Input. So schaffst du beides.)

7.) Lehrstelle 3D Animationen

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Unterrichten bleibt ein zweischneidiges Schwert. Es gibt Energie und kostet sie.

Nachdem meine Dozentur mit Bachelor-Kolloquien an der HFK+G in Stuttgart im Sommer nach 5 Jahren zu Ende ging, lehrte ich an der AFK Stuttgart und natürlich online weiter.

Dieses Jahr waren 3D-Animationen mein Fokus im Unterricht und ich habe gelernt, meine Lerninhalte und meine Art zu unterrichten besser den unterschiedlichen Lerngruppen anzupassen.

Alte Menschen, junge Studierende, noch jüngere Schüler, Kinder – jeder schafft eine Animation, wenn man ihm Zeit, Struktur und Vertrauen schenkt.

Die dankbaren Gesichter am Ende eines Semesters sind ein Gefühl, das kein Social-Media-Like der Welt ersetzen kann.

Und wie immer gilt: Wenn ich etwas unterrichte, entsteht automatisch auch neue Kunst.
Für meine Unterrichtseinheiten habe ich daher zahlreiche neue Beispiel-Projekte umgesetzt – darunter ein eigenes Excalibur mit Material-Animation, formverändernde Kugeln, zwinkernde Avatare und viele weitere kleine 3D-Experimente.

Sie sind nicht die Arbeiten, die viral gehen – aber sie sind die Arbeiten, die andere Menschen befähigen. Und das macht sie wertvoll. 🙂

8.) Sculpting 3D Artworks

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser
 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Natürlich habe ich dieses Jahr auch stetig an meinen wichtigsten Kursen der S-Art School weitergearbeitet – allen voran an Blender 3D Memory: 3D Modeling Masterclass.

Wie angekündigt ging nun endlich der komplette Sculpting-Abschnitt online – mit zahlreichen neuen Beispiel-Skulpturen: Drachen, Pflanzen, menschliche Figuren, Schädel, Seepferdchen und viele kleine Übungsmodelle, anhand derer ich Schritt für Schritt die Logik und den Workflow des Sculptings gezeigt habe.

Was ich dabei nicht erwartet hatte: Die ständigen Blender-Updates haben die Arbeit dieses Jahr massiv erschwert – gerade im Sculpt-Bereich wurde so viel verändert, dass mehrere Inhalte während der Produktion spontan neu entstanden sind.

Trotzdem bin ich froh, drangeblieben zu sein. Sculpting ist und bleibt meine liebste 3D-Modeling-Technik – und die Inhalte wurden von meinen Schülern so oft gewünscht, dass ich wusste: Es musste sein. Und es hat sich gelohnt.

Neben den Kurslektionen sind aus diesen Skulpturen zusätzlich eine ganze Reihe von Artworks und Kunstprodukten entstanden – von Postern über Tassen bis hin zu Karten und digitalen Designs.

Dieser Abschnitt erinnert mich daran, wie wertvoll es ist, Inhalte zu erschaffen, die nicht nur Wissen vermitteln – sondern gleichzeitig meine eigene Kunst auf ein neues Level bringen.

Zudem ist 3D auch einfach immer eine gute Abwechslung zu all den eher zeichnerischen Projekten.

9.) Perspektive Studien

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Perspektive zu lernen – oder besser gesagt: zu vertiefen – war dieses Jahr für mich vor allem eines: erst Pflicht, dann Freude.

Ich habe mich hingesetzt und geübt, weil Menschen auf mich warteten. Denn der dritte Teil meiner Kursreihe »Zeichnen lernen mit der S-Methode« sollte 2025 endlich starten – und bevor ich lehren kann, muss ich selbst zuerst begreifen, erinnern, vertiefen.

Die wichtigste Erkenntnis daraus lautet: Professionalität bedeutet, Kunst auch dann zu schaffen, wenn Muse und Dopamin ausbleiben.

Zum Glück hielt sich das »keine Lust haben« aber in Grenzen. Denn Lernen ist für mich – selbst bei scheinbar trockenen Themen wie Brennweiten, Mehrpunktperspektiven, Sichtkegel, Verkürzung und Co. – ein eigenes Vergnügen. Es gibt für mich kaum ein besseres Gefühl, als etwas wirklich im Kern zu verstehen – und anschließend anwenden zu können.

Perspektive steckt in jedem Kunstwerk. Wenn sie gut funktioniert, wird das Bild automatisch stärker. Und vor allem: Perspektive befreit. Sie schenkt Kontrolle. Und erst, wenn man sie versteht, kann man wirklich frei zeichnen.

Bin ich inzwischen ein Meister darin? Nein – das würde ich nicht behaupten. Aber ich weiß, dass ich mich dieses Jahr massiv verbessert habe – auf ein Level, das viele vielleicht niemals erreichen werden – und das meine eigene Kunst spürbar transformiert hat.

Natürlich durfte Anime dabei nicht fehlen – Inspiration und Motiv lagen oft direkt auf dem Zeichentisch: Ichiraku-Ramen als Fisheye-Studie, Kunai für Volumenübungen und viele weitere kleine, nerdige Einsprengsel, die Lernen schöner machen.

Und nächstes Jahr? Es geht definitiv weiter. Perspektive ist eine zeichnerische Grundlage, die beständig geübt und vertieft werden will – kein abgeschlossenes Ziel.

10.) Geschenke Artworks

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Kunst für andere zu erschaffen, fühlt sich anders an, als Kunst für sich selbst zu machen.
Geschenke haben keinen Anspruch – nur Emotion. Und vielleicht entsteht genau deshalb währenddessen oft mein schönstes Gefühl: Ich bin vollständig im Moment, während ich zeichne – und denke dabei nicht an Perfektion, Reichweite oder Output.

Dieses Jahr waren es kleine Porträts (z.B. Cloud Strife), schnelle Skizzen (z.B. Kiki) und manchmal auch aufwendigere Kompositionen (z.B. Witcher). Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie waren nicht dafür gedacht, bewertet zu werden – sondern dafür, jemanden zu berühren.

Diese Art von Kunst erinnert mich daran: Kunst erdet. Kunst verbindet. Kunst ist wichtig. Gerade in einer Zeit, in der KI als »Erlösung von der Bürde des Schaffens« gefeiert wird, wurde mir dieses Jahr klarer denn je: Für mich wird KI Kunst niemals ersetzen können. Weil echte Kunst Berührung ist. Ein Moment zwischen zwei Menschen und für mich selbst.

Und ich hoffe sehr, dass das auch für dich – und für viele andere – niemals verloren geht.

11.) Zeichnen lernen 3 Kurswerke

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Dieses Kapitel ist die Last und der Stolz meines Jahres.

Menschen haben bezahlt. Menschen warten. Und ich schulde ihnen Ergebnisse, die ich nun bereits zum Teil geliefert habe. Doch Druck bleibt Druck und so war jede Lektion ein liebevoller Kraftakt. Jede Visualisierung, jedes Beispiel, jedes Bild ein Stück Herausforderung meines Jahres.

Der Kurs »Zeichnen lernen mit der S-Methode — Teil 3: Strukturieren lernen« ist zwar noch längst nicht abgeschlossen, aber mit 2025 habe ich die wichtigsten ersten Meter gemacht: Erste Lektionen veröffentlicht, eine komplett neue Visualisierungsmethode entwickelt mit 3D Grafiken via Blender, neue Beispiele entworfen, mein Recording-Set-Up überarbeitet, Prozesse, Inhalte und Strukturen komplett neu gedacht und und und.

Ich kann – ohne Übertreibung – sagen: Das wird der fundierteste Kurs der gesamten Reihe.
Und vielleicht sogar der beste Perspektive-Kurs im deutschsprachigen Raum.

Jetzt, wo die Anfangshürde überwunden ist, kann ich wieder atmen. Und ich freue mich darauf, 2026 weiterzumachen und dieses Kapitel zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

12.) Andere persönliche Kreativ-Projekte

 Kreativer Jahresrückblick 2023 Sandra Süsser

Abseits meiner Kurse und dem React-Projekt gab es 2025 schließlich auch noch andere kreative Momente – kleine Inseln, die trotz wenig Zeit wichtig für mich waren.

Einer davon war das Cosplay. Ich bin endlich wieder in andere Rollen geschlüpft – unter anderem als weibliche Version von Sukuna (JJK) und Hanji (AoT). Sich zu verkleiden, Körper und Erscheinungsbild bewusst zu gestalten, eine Figur zu werden – das ist eine ganz andere Form von Kreativität. Ich habe sie sehr vermisst. Und dieses Jahr habe ich gemerkt:
Manchmal braucht es keine Routine, sondern nur ein paar wenige Anlässe, um einen Teil von sich wieder lebendig werden zu lassen.

Auch mein kreativer YouTube-Kanal hat – wenn auch seltener – neue Inhalte bekommen, wie z. B. das Herbstlesezeichen-Tutorial. Die Zeit dafür war knapp – aber jeder einzelne Beitrag fühlte sich wertvoll an.

Neben dem jährlichen Nengajō-Artwork (Feuerpferd) habe ich außerdem ein weiteres persönliches Lernziel erreicht: Ich habe Compositing in Blender mit mehreren Kursen vertieft – ein Skill, den ich schon lange ausbauen wollte.

Und doch – wenn ich ehrlich bin – fühlte sich 2025 manchmal wie ein Sturm an.
Ich habe viel geschafft, aber mich durch die Masse an Projekten oft mehr blockiert als inspiriert gefühlt. 2025 war das Jahr, in dem ich verstanden habe: Ich kann nicht alles gleichzeitig sein. Ich muss wählen. Und das ist okay. Für 2026 nehme ich genau diese Erkenntnis mit – und mache daraus meine neue Regel.

Kreativer Jahresrückblick 2025

Zusammenfassung — Art Collage 2025

3D Modellieren lernen – Schachset Beispiel Sandra Süsser

Mein Jahr stand unter drei Hauptthemen: Anime, 3D und Perspektive.

Anime war der größte Treiber – durch mein neues React-Projekt »SadakoTV« sind Fan Arts, Keychains, Lentikular-Karten und Cosplays entstanden. Besonders Levi hat mich künstlerisch massiv wachsen lassen.

Parallel habe ich an meinen wichtigsten Bildungsprojekten gearbeitet: Blender 3D Memory mit massivem Sculpting-Update, neue 3D-Animationsbeispiele für meinen Unterricht – und die ersten Lektionen zu Zeichnen lernen 3 (Perspektive). Es war fordernd, aber essenziell.

Dazwischen lagen anatomische und perspektivische Studien, Geschenk-Artworks und ein paar private Kreativinseln – aber insgesamt war ich auf zu viele Bereiche gleichzeitig verteilt.

Meine Erkenntnis des Jahres: Ich kann viel – aber nicht alles parallel. Und das muss ich auch nicht. 2026 wird klarer, fokussierter und weniger zersplittert.

Und du? Wie war dein 2025 – und was willst du nächstes Jahr bewusst weniger oder mehr tun? Schreibe es in die Kommentare :).

Ansonsten gilt wie immer: Bleib kreativ und bis bald!

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Kommentare

1 Kommentar

  1. Hallo Sandra,
    toll, was du so alles ausführlich ge- und beschrieben hast. Hat mich beeindruckt. Musste mich sofort hinsetzen und meinen Jahresrückblick erstellen, zu sehen unter meinem Sketchbook. Durch deinen Post kamen bei mir viele Gedanken auf, positive wie negative, hab viel reflektiert heute. Zuerst waren da die Negativen bezüglich des Scheiterns mit der Rhythmus-Technik. Hatte mich schwerer getroffen, als ich zunächst zugab. Deswegen kriegte ich im Dezember auch nichts auf die Reihe. Bin dann umgeschwenkt und lerne aktuell Affinity 3 um mich ablenken zu können. Ab Anfang Januar aber mache ich weiter mit der Formtechnik, das Kreativ ist überwunden, habe einfach akzeptieren müssen, dass die Rhythmus-Technik im aktuellen Stand einfach noch nichts für mich ist. Aber das zu akzeptieren, da hatte ich echt dran zu knabbern.
    Habe auch heute wieder gemerkt, als ich die Bilder zusammenstellte, dass ich doch Vieles gelernt habe und schöne Bilder erschaffen konnte. Das „was nicht schaffen“ werd ich auch noch lernen zu akzeptieren, auch wenn es ein Weilchen dauert. Freue mich schon auf meine weitere Reise und das Lernen mit dir.
    Danke auch für deine unendliche Geduld mit mir.
    Liebe Grüße
    Rainer

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